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24.11.2002 – 09:02

SAT.1

Acrylamid zum ersten Mal im Körper direkt nachgewiesen
Warum Pommes, Chips und Co. das Leben verkürzen

    Berlin (ots) Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern gelungen,
Acrylamid im menschlichen Körper direkt nachzuweisen. Dieser Stoff
hat in Versuchen bei Tieren Krebs erzeugt und deren Erbgut
geschädigt. Er steht in Verdacht, bei Menschen ähnlich zu wirken.
"Auf jeden Fall sollen die Verbraucher ihr Essverhalten ändern," sagt
der Nürnberger Pharmakologe Prof. Fritz Sörgel. "Denn vermutlich gibt
es durch Acrylamid heute schon 50 bis 100 zusätzliche Krebstote je
eine Million Einwohner. Das heißt, etwa 8.000 Deutsche könnten jedes
Jahr den Bratkartoffel-Tod sterben."
    
    Acrylamid entsteht, wenn Nahrungsmittel - die Stärke und einen
bestimmten Eiweißbaustein enthalten - über 170 Grad hinaus erhitzt
werden. Schwedische Forscher hatten erstmals im Frühsommer dieses
Jahres auf gesundheitliche Risiken hingewiesen, die beim oftmaligen
Genuss von Chips, Pommes, Toastbrot und vielerlei Nussarten entstehen
können.
    
    Im Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in
Nürnberg-Heroldsberg sind mit dem Magazin AKTE 02 (Dienstag,
26.11.02, 22.15 Uhr in Sat.1) eine Vielzahl von Lebensmitteln
untersucht worden. Darunter Popcorn, Bratkartoffeln, panierter Fisch,
Leber, Lebkuchen, Pfeffernüsse, dunkles Brot und sogar die
Weihnachtsgans. Nach dem Verzehr haben die Forscher Prof. Fritz
Sörgel und Dr. Martina Schippers im Urin das Acrylamid nachgewiesen,
das bis zu 24 Stunden im Körper bleibt. "Unser Anliegen mit den
Versuchen ist es", so Institutsleiter Prof. Dr. Fritz Sörgel,
"Millionen Deutschen nicht den Spaß am Genuss zu verderben, sondern
ihnen konkrete Tipps zu geben, wie sie ihrer Lieblingsspeise ohne
Risiko treu bleiben können."
    
    Mehr dazu in AKTE 02/48 - REPORTER DECKEN AUF
    am Dienstag, 26. November 2002, 22.15 Uhr in Sat.1
    Frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe AKTE 02
    
ots Originaltext: Sat.1
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


Rückfragen: Eva Bons, Tel.: (02227) 90 50 20
Helga Hörnle, Sat.1 Programm-Kommunikation / PR
Tel.: (030) 2090-2385
Fax: (030) 2090-2337

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