Alle Storys
Folgen
Keine Story von ARD Das Erste mehr verpassen.

ARD Das Erste

Das Erste
Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten
Am Sonntag, 1. Juli 2018, 19:20 Uhr vom WDR im Ersten

München (ots)

Moderation: Isabel Schayani

Geplante Themen:

USA: Jagd auf einen Augenzeugen / Als ein Neonazi vor einem Jahr in Charlottesville mit seinem Auto in die Menge raste, filmte Brennan Gilmore diesen Terrorakt. Seitdem hassen ihn die Rechten in Amerika. Brennan Gilmore wurde zur Zielscheibe. Täglich erhält er Drohungen: "Wir legen deine Familie um. Wir versenken deine Familie im Fluss. Wir vergiften deinen Hund." Inzwischen steht in Gilmores Garten eine Zielscheibe und auf dem Kühlschrank liegt eine Pistole. Er trainiert regelmäßig. Sein Video schickte er damals direkt nach der Gewalttat einer Polizistin, stellte es danach, als alle noch von "Unfall" sprachen, ins Netz und erklärte: "Das war gezielter Terrorismus. Ich bete für die Opfer." Seitdem fürchtet Brennan Gilmore selbst um sein Leben. (Autor: Jan Philipp Burgard / ARD Studio Washington)

Taiwan: Die Insel auf dem Pulverfass / Noch halten die USA schützend ihre Hand über die Insel, doch mit Trump sind sie ein unberechenbarer Partner geworden. Die Lage Taiwans wird unsicherer. Die linke demokratische Regierung, die seit zwei Jahren auf Distanz zu Peking geht, fühlt sich derzeit von China so bedroht wie nie. Gleichzeitig retten sich immer mehr chinesische Dissidenten nach Taiwan, die, wie die Chinesin Han Jiang, derzeit auf Taiwan geduldet werden, aber nicht bleiben können. China soll nicht provoziert werden. Das sieht Freddy Lim, ein ehemaliger Heavy Metal Star, der jetzt für seine Partei, die Peoples Power Party, im Senat sitzt, anders. Der Idealist kämpft für eine echte Unabhängigkeit Taiwans von China. (Autorin: Annette Dittert / ARD Studio Tokio)

Saudi Arabien: Die große Lust aufs Kino / Spielfilme wurden in Saudi-Arabien zwar produziert, aber bislang im Land selbst nicht öffentlich vorgeführt. Kameras aufbauen, Licht setzen, Setdesigns. Das Kino, das behaupteten die strengen Sittenwächter jahrzehntelang, sei des Teufels. Doch in diesem Jahr wurden bereits drei Kinos eröffnet, und endlich dürfen auch Frauen das Handwerk erlernen und studieren. Die 20-jährige Joanna will unbedingt später Spielfilme drehen und hat schon jetzt, nebenher, einen ersten Job als Animationsdesignerin. Ihr Vater war anfangs dagegen, doch gemeinsam mit ihrer Mutter konnte sie ihn umstimmen. Es gebe ein großes Bedürfnis nach Kommunikation, sagen die jungen Frauen, angeordnet von oben. Bisher Unmögliches sei plötzlich machbar. (Autorin: Ute Brucker /ARD Studio Kairo)

Georgien - Die tägliche Mutprobe / Sie gleitet in schwindelerregender Höhe knarzend über steile Abhänge, tiefe Schluchten und die Dächer des Ortes: die alte Seilbahn in Chiatura. Die Kabinen, teils noch aus den 1950er Jahren, gondeln im Minutentakt. Ohne sie wäre die Stadt nicht lebensfähig. Die Wege von den Bergdörfern runter ins Tal zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt führen nur über die alte Bahn. Ein wenig Mut braucht man schon. Dafür ist der Transport kostenlos. Betrieben wird die Seilbahn von der Bergbau-Gesellschaft, dem einzigen Arbeitgeber der kleinen Stadt. Die Kumpel sollen so pünktlich zu den zahlreichen Manganerz-Schächten gebracht werden. Dank regelmäßiger Wartung und neuer Haltetrosse, betont die Bergbaufirma, habe es noch nie einen Unfall gegeben. (Autor: Udo Lielischkies / ARD Studio Moskau)

Kuba: Rebellion auf dem Skateboard / Sie haben keinen Zugang zu vernünftigem Material. Es gibt keine Geschäfte oder sonst irgendeine Organisation, die das Skateboarden unterstützt. Doch die Skater auf Kuba geben nicht auf, trainieren, wo immer sie dürfen, und basteln selbst. Von Missgeschicken lassen sie sich nicht abhalten: "Einen Monat Arbeit habe ich reingesteckt, und dann ist das Brett nach zwei Tagen zerbrochen, weil das Holz nicht gut ist", sagt einer. Auf Kuba gibt es einen staatlichen Verband, der den gesamten Sport kontrolliert. Skateboarden gehört nicht dazu. Es sei kein Sport, sondern ein rebellischer Akt. So sehe das die Regierung, erklären uns die Sportler. Und doch träumen sie davon, 2020, wenn Skateboarden olympische Disziplin ist, dabei zu sein. (Autor: Jens Schillmöller/Sven Strowick)

Redaktion: Petra Schmitt-Wilting, Heribert Roth

Pressekontakt:

WDR-Pressestelle, E-Mail: wdrpressedesk@wdr.de

Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: ARD Das Erste
Weitere Storys: ARD Das Erste