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"Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 19. Oktober 2010, 22.45 Uhr im Ersten

München (ots) - Das Thema: "Eltern geben auf: Erziehen zwecklos!"

Zu Gast:
Petra Gerster und Christian Nürnberger (Journalistenehepaar)
Senta Berger (Schauspielerin)
Wolfgang Grupp (Unternehmer)
Renate Stubenrauch (Lehrerin)
Don Francis ("Partykönig")

Petra Gerster und Christian Nürnberger
Einen dramatischen Erziehungsnotstand prangerte das 
Journalistenehepaar vor zehn Jahren mit seinem gleichnamigen 
Bestseller an. Mit den Folgen einer fehlenden Wertevermittlung 
beschäftigen sich Petra Gerster und Christian Nürnberger in ihrem 
aktuellen Buch "Charakter - Worauf es bei Bildung ankommt". Ein 
aktuelles Beispiel: "Die Finanzkrise konfrontiert uns damit, dass in 
den Banken junge Menschen sitzen, die völlig verantwortungslos 
handeln", sagen die Eltern zweier Kinder.

Senta Berger
Die Schauspielerin wurde in den 70er Jahren Mutter zweier Söhne: 
"Damals hat man sich sehr viele Gedanken über Erziehung gemacht, als 
Reaktion auf eine Zeit, in der sehr autoritär erzogen worden ist. Wir
wollten alles anders machen." Vor allem in der Pubertät ihrer Kinder 
aber wäre Senta Berger gerne eine strenge Mutter gewesen: "Eine 
Mutter, der man gehorcht! Aber bei uns wurden immer Argumente 
ausgetauscht, da konnte ich nicht einfach sagen: Du bleibst jetzt zu 
Hause!"

Wolfgang Grupp
Der schwäbische Textilunternehmer und zweifache Vater plädiert für 
eine Erziehung zu Anstand und Disziplin. "Kinder sollen ordentliche 
Tischmanieren haben, anständig sitzen und im Beisein von Erwachsenen 
erst reden, wenn sie gefragt werden." Seine beiden Kinder schickte 
Wolfgang Grupp auf ein englisches Internat in der Schweiz, weil man 
dort noch Wert auf Disziplin lege.

Renate Stubenrauch
"Ein Kind kann auch erst im Alter von neun Jahren lesen lernen", sagt
die Grundschullehrerin. Kinder, die selbst bestimmen, was und wann 
sie lernen möchten, eine Schule ohne Noten und ohne Sitzenbleiben: 
Die "Freie Schule Frankfurt" provoziert bis heute traditionelle 
Eltern mit diesem radikalen Erziehungskonzept. Nicht anti-autoritär, 
repressionsfrei nennt Renate Stubenrauch die Schule, die sie 1974 - 
inspiriert von der Kinderladenbewegung -  gründete.

Don Francis
"Bei mir wird nicht gefeiert, bei mir wird eskaliert", sagt er. Seine
Fans nennen ihn den König von Lloret de Mar. Der Partyveranstalter 
organisiert für Jugendliche an der Costa Brava eine Woche 
ungezügeltes Feiern mit dröhnender Musik und Alkohol ("All you can 
drink"), aber kaum Schlaf. Seit zehn Jahren bespaßt der gebürtige 
Hamburger jeden Sommer tausende deutscher Abiturienten. Kritik am 
Sauftourismus lässt Don Francis nicht gelten: "Wer etwas gegen meine 
Partys hat, ist ein Spießer."
 

"Menschen bei Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH. (Redaktion: Carsten Wiese)

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POSITION Institut für Kommunikation, Ralf Ketterer
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