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ARD-DeutschlandTrend Oktober 2009 - Hohe Erwartungen an Schwarz-Gelb auf dem Feld der Wirtschaft
Deutsche wünschen sich Guttenberg als Minister

    Köln (ots) -

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    Eineinhalb Wochen nach der Bundestagwahl würden sich 95 Prozent der Deutschen für die gleiche Partei wie am Wahltag entscheiden, in der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-DeutschlandTrends gibt es in dieser Woche daher keine nennenswerten Abweichungen zum Wahlergebnis. Die Union kommt in der Sonntagsfrage auf 34 Prozent der Stimmen. Die SPD erreicht 23 Prozent, die FDP liegt bei 14 Prozent. Die Linke kommt auf 13 Prozent, die Grünen erreichen elf Prozent. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

    Die Erwartungen an die neue Bundesregierung sind besonders auf dem Feld der Wirtschaft hoch. Zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) glauben, dass eine Koalition aus Union und FDP die richtige Regierung ist, um für neues Wirtschaftswachstum zu sorgen. 28 Prozent glauben dies nicht. 58 Prozent finden, dass eine schwarz-gelbe Koalition die richtige Regierung ist, um die Folgen der Wirtschaftskrise zu bewältigen. 35 Prozent finden dies nicht. Negativer sind die Erwarten an die neue Regierung auf dem Feld der sozialen Gerechtigkeit. 53 Prozent sind der Meinung, dass eine Koalition aus Union und FDP nicht die richtige Regierung ist, um für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. 42 Prozent halten Schwarz-Gelb auch hier für die richtige Regierung. 55 Prozent finden, Schwarz-Gelb sei nicht die richtige Regierung, um für angemessene Löhne zu sorgen. 39 Prozent sind der Ansicht, eine Koalition aus CDU, CSU und FDP sei auch dafür die richtige Regierung.

    Drei Viertel der Deutschen (75 Prozent) wünschen sich, dass Karl-Theodor zu Guttenberg Minister in der nächsten Bundesregierung wird. Hohe Zustimmungswerte bei der Frage, wer Minister werden sollte, erhalten auch Ursula von der Leyen (68 Prozent), Guido Westerwelle (67 Prozent) und Wolfgang Schäuble (52 Prozent). Im Mittelfeld liegen Franz Josef Jung mit einem Zustimmungswert von 43 Prozent, Annette Schavan (41 Prozent), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (41 Prozent) und Roland Koch (38 Prozent). Im unteren Bereich der Zustimmung bei der Frage, wer Minister werden sollte, liegen Hermann Otto Solms (29 Prozent), Ronald Pofalla (29 Prozent), Norbert Röttgen (28 Prozent), Rainer Brüderle (26 Prozent), Peter Ramsauer (23 Prozent) und Dirk Niebel (17 Prozent), wobei hier der Anteil derer, die die betreffenden Politiker nicht kennen, hoch ist.

    Drei Viertel der Bundesbürger (76 Prozent) sind der Ansicht, die SPD sollte nach ihrem Wahldebakel "einen Schlussstrich unter Hartz IV ziehen und eine neue Sozialpolitik entwickeln". 20 Prozent halten diesen Weg für falsch. 73 Prozent finden, die SPD sollte "sich dafür einsetzen, dass die Rente mit 67 nicht kommt". 25 Prozent sind nicht dieser Meinung. 57 Prozent finden, die SPD sollte sich "mehr um die Menschen kümmern, die arbeiten, als um die, die nicht arbeiten". 36 Prozent sehen das nicht so. Eine Mehrheit von 59 Prozent spricht sich dagegen aus, dass die SPD "den Weg für Bündnisse im Bund mit der Linkspartei frei macht". 37 Prozent plädieren hingegen für Bündnisse der SPD mit der Linken auf Bundesebene.

    Befragungsdaten - Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren - Fallzahl: 1.000 Befragte, Sonntagsfrage: 1.500 Befragte - Erhebungszeitraum: 05. bis 06. Oktober 2009, Sonntagsfrage: 05. bis 07. Oktober 2009 - Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI) - Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe - Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Pressekontakt:
Stefanie Schneck, WDR-Pressestelle
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