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Neue Presse Hannover: Kommentar von Fabian Mast: Apple bangt um den Kult

Hannover (ots) - Es könnte die teuerste Krankmeldung der Geschichte sein: Apple-Visionär Steve Jobs meldet sich vorerst vom Tagesgeschäft ab, was angesichts seiner medizinischen Vergangenheit Schlimmes befürchten lässt. Das Unternehmen war auf einen Schlag rund 25 Milliarden Dollar weniger Wert, hoffentlich ein Trugschluss der Börsianer - Apple sollte die harsche Reaktion auf dem Parkett aber in jedem Fall zu denken geben. Hinter den Kulissen ist Apple natürlich weit mehr als eine One-Man-Show - der zweite Mann hinter Jobs, Tim Cook, ist schon jetzt der Garant dafür, dass der Laden läuft. Und Produkte mit dem Apfel-Logo sind auch deshalb so ausgefeilt, weil dort viele fähige Menschen ihr Geld verdienen. Aber das sind keine Kategorien für Apple-Fans, die mit ihrem Geld nicht nur die Hardware, sondern auch ein Stück Lebensgefühl kaufen. Apple ist Kult, vor allem, weil der Vordenker Kult ist. Keiner verkauft das Apple-Gefühl so gut wie Jobs, der es mit seiner Verschrobenheit zu messianischem Ruhm gebracht hat. Ein Nachfolger, der es in Sachen Vision und Charisma ansatzweise mit dem Apple-Gründer aufnehmen kann, ist nicht in Sicht. So denkt zumindest die Börse, anders ist der tiefe Fall der Aktie gestern nicht zu erklären. Selbst wenn Jobs - hoffentlich bald - auf den Chefsessel zurückkehren wird: Dieser Mann wird demnächst 56 Jahre alt, sein Ruhestand ist vermutlich keine Sache mehr von Jahrzehnten. Selbst Optimisten müssen zugeben: Apple sollte sich langsam mit einer möglichen Nachfolge beschäftigen - und noch dringender mit der Frage, wie das kultige Image von Apple für die Ära nach Steve Jobs konserviert werden kann.

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