DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

Positive Geschäftsentwicklung 2005 fortgesetzt: DEG steigert Neugeschäft deutlich auf 672 Mio. Euro

    Köln (ots) -

    -  108 Mio. Euro in Afrika investiert
    -  Regionaler Schwerpunkt Asien, sektoraler Schwerpunkt
         Finanzsektor
    -  Portfolio auf 2,75 Mrd. Euro gestiegen

    Im Geschäftsjahr 2005 konnte die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH ihr Neugeschäft erneut deutlich steigern: Sie investierte 672 Mio. Euro in Entwicklungs- und Schwellenländern, rund 19 Prozent mehr als im Vorjahr (563 Mio. Euro). "Damit kommen wir verstärkt unserem Auftrag nach, durch Förderung des Privatsektors zur Armutsminderung in den Partnerländern beizutragen", sagte Dr. Winfried Polte, Sprecher der DEG-Geschäftsführung, anlässlich der Jahrespressekonferenz in Köln. Weitere 30 Mio. Euro (2004: 38 Mio. Euro) sagte die DEG im Rahmen von gemeinsamen Finanzierungen mit der KfW Entwicklungsbank und dem niederländischen Entwicklungsfinancier FMO zu.

    Die DEG profitierte im vergangenen Jahr von den guten Umfeldbedingungen in ihren Investitionsländern. Der Bedarf an langfristigen Finanzierungen war in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern unverändert hoch. Zum 31. Dezember 2005 betrug das Gesamtengagement der DEG 2,75 Mrd. Euro, das sind rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Jahresergebnis 2005 wird deutlich höher als im Vorjahr (44,2 Mio. Euro) ausfallen.

    Regionale und sektorale Schwerpunkte

    In Afrika investierte die DEG im Jahr 2005 mit 108 Mio. Euro (2004: 91 Mio. Euro) soviel wie noch nie auf diesem Kontinent. So beteiligte sie sich an einem afrikanischen Rückversicherer und finanzierte verschiedene Projekte in der Landwirtschaft. Deutschen Partnern stellte die DEG 2005 rund 71 Mio. Euro zur Finanzierung ihrer Auslandsinvestitionen bereit.

    Regionaler Schwerpunkt des Neugeschäfts war erneut Asien mit Zusagen in Höhe von 282 Mio. Euro (2004: 191 Mio. Euro). Der deutliche Anstieg ist vor allem auf die dynamische wirtschaftliche Entwicklung in Indien und China zurückzuführen. Ebenfalls wie im Vorjahr folgte auf Platz zwei mit 155 Mio. Euro (2004: 153 Mio. Euro) die Region Europa mit dem Schwerpunkt Russische Förderation. In Lateinamerika sagte die DEG 120 Mio. Euro (2004: 116 Mio. Euro) zu, wobei der Focus auf Mexiko und Brasilien lag. Aus dem Kreis der am wenigsten entwickelten Länder erhielten Projekte in Afghanistan, Sambia, Tschad und Uganda neue Finanzierungszusagen. Erstmals stellte die DEG 2005 Mittel für Projekte in Aserbaidschan bereit, wo sie sich an zwei Banken beteiligte. Ingesamt verteilte sich das Neugeschäft im vergangenen Jahr auf 99 Finanzierungszusagen in 40 Ländern.

    Branchenbezogen baute die DEG 2005 erneut vor allem ihr Engagement im Finanzsektor weiter aus und trug zu dessen Stabilisierung in einer Reihe von Ländern bei. Die Zusagen in Höhe von 286 Mio. Euro (2004: 213 Mio. Euro) entsprachen einem Anteil von rund 43 Prozent des Neugeschäfts. Damit vertiefte die DEG ihre Zusammenarbeit mit lokalen Geschäfts- und Lokalbanken und förderte über diese mit langfristigen Krediten die Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Zusagen für Beteiligungsfonds, Leasinggesellschaften, Hypotheken- und Mezzaninfinanzierungen. Für Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes stellte die DEG 36 Prozent der Neuzusagen bereit. Auf Infrastrukturmaßnahmen entfielen 12 Prozent des Neugeschäfts sowie auf weitere Sektoren wie Agrarwirtschaft und Dienstleistungen 9 Prozent.

    Einen zusätzlichen entwicklungspolitischen Akzent setzt das Programm für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (PPP-Programm), das die DEG seit 1999 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchführt. 2005 hat sich die DEG mit 7,8 Mio. Euro an 43 solcher PPP-Projekte beteiligt.

    Die von der DEG aus Eigenmitteln mitfinanzierten Unternehmen schaffen Arbeit und Einkommen und verbessern das Steueraufkommen und die Devisenbilanz der Partnerländer. Für 2005 hat die DEG ermittelt, dass die mitfinanzierten Projektgesellschaften einen Beitrag zur Schaffung von rund 21.400 neuen Arbeitsplätzen geleistet haben. Darüber hinaus werden die mitfinanzierten Unternehmen zu erwarteten Staatseinnahmen in Höhe von nahezu 140 Mio. Euro pro Jahr beitragen und Nettodevisen in Höhe von über 900 Mio. Euro erwirtschaften.

    Engagement im Klimaschutz soll erhöht werden

    Zur erwarteten Entwicklung 2006 äußerte sich Polte zuversichtlich. "In vielen Ländern besteht ein ungebrochen hoher Bedarf privater Unternehmen an langfristigen Investitionsfinanzierungen." Da auf der anderen Seite wirtschaftliche Risikofaktoren wie der hohe Ölpreis und politische Krisenherde stehen, plant die DEG für 2006 einen moderaten Anstieg des Neugeschäfts auf 680 Mio. Euro. Zusätzliches entwicklungspolitisches Potenzial soll im Bereich Klimaschutz erschlossen werden. Hier strebt die DEG verstärkt Neuzusagen an, vor allem für Projekte im Bereich erneuerbare Energien. "Gerade arme Menschen leiden unter hohen Energiepreisen und den Auswirkungen von Klimakatastrophen. Klimaschutz ist daher ein wirksamer Beitrag zur Armutsbekämpfung", betonte DEG-Geschäftsführer Polte.

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Anja Strautz
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