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11.12.2005 – 11:22

Oxfam Deutschland e.V.

Ein Jahr nach dem Tsunami
Größte Hilfsaktion in der Geschichte von Oxfam

    Berlin (ots)

Die Tsunami-Hilfsaktion ist die größte Operation, die Oxfam International jemals durchgeführt hat. Im jetzt vorgelegten Bericht "Ein Jahr nach dem Tsunami" erläutert Oxfam International, wie die der Organisation weltweit anvertrauten EUR 215 Millionen Spendengelder verwendet werden.

    Der Bericht gibt Aufschluss darüber, wie und wo Oxfam das Geld eingesetzt hat, was erreicht wurde, welche Schwierigkeiten zu überwinden waren und was die weiteren Pläne sind:

    - über 90% der insgesamt EUR 215 Mio. Spenden stammen von
        Privatpersonen;
    - bis Ende 2005 wird Oxfam EUR 102 Mio. bzw. 47% der Spendengelder
        eingesetzt haben;
    - Oxfam hat bisher etwa 1,8 Millionen betroffenen Menschen
        geholfen;
    - Oxfam war in allen schwer betroffenen Ländern aktiv: Indonesien,
        Sri Lanka, Indien (einschließlich der Inselgruppen der Andamanen
        und Nikobaren), Thailand, den Malediven, Somalia und Birma;
    - die Aufteilung der Mittel erfolgte nach Bedürftigkeit: für
        Indonesien 40% der Gesamtmittel, für Sri Lanka 31% und für  
        Indien  22%;
    - Oxfam plant, in 2006 weitere EUR 60 Mio. auszugeben, in 2007 EUR
        40 Mio. und in 2008 die übrigen EUR 13 Mio.;
    - auf die beiden Haupttätigkeitsfelder von Oxfam entfallen 60% der
        Ausgaben: Sicherstellung der Wasserversorgung und Bau von
        Sanitäreinrichtungen, sowie Wiederaufbau der Existenzgrundlagen
        der Menschen;
    - Oxfam arbeitet mit fast 150 lokalen Partnerorganisationen
        zusammen;
    - nur 6% der Mittel werden für Verwaltung aufgewendet.

    Mary Robinson, ehemalige irische Präsidentin und gegenwärtig Ehrenpräsidentin von Oxfam International, führte bei der Vorstellung des Berichts aus: "Der Tsunami war eine beispiellose Herausforderung. Die Größenordnung der Katastrophe erforderte eine Reaktion, deren Umfang alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Sie löste auch eine beispiellose Spendenbereitschaft der Menschen in aller Welt aus. Daraus ergibt sich allerdings auch eine außerordentliche Verantwortung bezüglich der Rechenschaftslegung."

    Der Bericht beschreibt einige der Herausforderungen, die Oxfam zu überwinden hatte, so der Mangel an geeignetem Baumaterial in Indonesien, die Unsicherheit in Somalia, die unzureichende Klärung der Landrechte, sowie anfängliche Abstimmungsprobleme der Hilfsorganisationen untereinander.

    Trotz dieser Schwierigkeiten sind Erfolge zu verzeichnen, z.B. der schnelle Wiederaufbau der Existenzgrundlagen durch "Geld-für-Arbeit"-Programme, die Wiederherstellung von wirtschaftlichen Aktivitäten, die Verhinderung größerer Seuchen und die Unterstützung für besonders verwundbare Gruppen, seien es die Dalits (die Unberührbaren) in Indien oder schutzlose Frauen in den Übergangslagern.

    "Natürlich bestehen noch große Herausforderungen, aber anders als in anderen Krisen haben wir hier ausreichend Ressourcen, um den Menschen den Wiederaufbau ihres Lebens zu ermöglichen. Dafür sind wir allen Spenderinnen und Spendern von Herzen dankbar", so Paul Bendix, Geschäftsführer von Oxfam Deutschland.

Pressekontakt:

Der Bericht ist in deutscher Sprache über www.oxfam.de herunterzuladen bzw. über die Geschäftsstelle von Oxfam Deutschland, Greifswalder Str. 33a, 10504 Berlin, erhältlich.

Kontakt:
Jörn Kalinski, 030-42850621
mobil: 0171/8360631

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