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25.01.2002 – 09:30

Commerzbank Aktiengesellschaft

Börsen-Bericht
Kritische Stimmen verstummen

    Frankfurt/M. (ots)

Die internationalen Aktienmärkte erholten
sich im Wochenverlauf deutlich. Nachdem zu Beginn noch der eher
moderate Ausblick von Microsoft und IBM mit Sorge zu Kenntnis
genommen wurde, sind danach einige Unternehmensergebnisse besser
ausgefallen als erwartet. Interessanterweise zeichnet sich diese
Entwicklung sowohl bei amerikanischen wie auch bei deutschen
Technologiewerten ab. In Amerika überraschte die Aktie von Siebel
Systems mit einem Ergebnis über den Analystenschätzungen. Das
Kursplus von 7% beeindruckt insofern, als diese Aktie schon seit
einiger Zeit konventionelle Bewertungsmethoden außer Kraft setzt und
seit dem September-Tief mit einer zweistelligen Performance glänzt.
Auch SAP veröffentlichte trotz schwacher Konjunktur gute Zahlen. Der
Ausblick des Softwareunternehmens auf wieder steigende Margen im
Lizenzgeschäft macht vielen Anlegern in Technologiewerten wieder
Hoffnung auf weiter steigende Aktienkurse in diesem Sektor. Auch
andere Unternehmen wie die Software AG und Siemens erfreuten die
Anleger. So rechnet der Siemens-Chef definitiv mit einem positiven
Cash Flow seines Unternehmens in diesem Jahr. Eine Trendwende am
Aktienmarkt zeichnet sich somit zunehmend ab. Die Commerzbank
empfiehlt weiterhin einen Mix aus Technologietiteln wie Microsoft und
defensiven Werten mit Kurspotenzial wie DaimlerChrysler.
    
    Am Rentenmarkt festigte sich das Bild einer Konjunkturerholung in
den USA weiter, so dass die Zinssenkungsfantasie nun kaum noch neue
Nahrung bekommt. Das Verbrauchervertrauen der University of Michigan
verbuchte erneut einen deutlichen Anstieg und bestätigte die
Konjunkturoptimisten. Auch am Anleihemarkt rücken die
Unternehmensnachrichten zunehmend in den Blickpunkt. Da der
konjunkturelle Abschwung vor allem durch einen scharfen Rückgang der
Unternehmensinvestitionen ausgelöst wurde, dürfte jetzt der
Aufschwung von den Investitionen ausgehen. Die näher rückende
Erholung der US-Wirtschaft sollte später auch auf Euroland greifen,
so dass hierzulande kaum mehr mit einem Zinsrückgang zu rechnen ist.
Im weiteren Jahresverlauf wird es vielmehr parallel zur
Konjunkturerholung zu einem Renditeanstieg kommen. Zehnjährige
Staatspapiere dürften Ende 2002 bei 5% liegen - gegenüber aktuell
etwa 4,8%. Angesichts dieser Perspektive empfiehlt die Commerzbank
vor allem Anleihen mit kürzeren Laufzeiten.
    
    
ots Originaltext: Commerzbank Aktiengesellschaft
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