Deutsche Bahn AG

Deutsche und Polnische Bahn rücken näher zusammen
Spitzengespräch an Bord des neuen Berlin-Warszawa-Express

Den Startschuss für den Berlin-Warszawa-Express gaben am 12.10.01 Angelika Mertens (m.), Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau, und Wohnungswesen, Hartmut Mehdorn (r.), Vorstandsvorsitzender der DB AG und der polnische Botschafter in Deutschland Jerzy Kranz (l.) auf dem Berliner... mehr

    Berlin/Warschau(ots) -
    
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    Im neuen Berlin-Warszawa-Express trafen sich heute
Spitzenvertreter der Deutschen Bahn AG und der PKP S.A. zu einem
Gespräch. Beide Bahnen wollen ihre bisherige gute Zusammenarbeit
weiter intensivieren. So beabsichtigen die DB und PKP, den Korridor
Berlin/Dresden - Wroclaw auszubauen und eine gemeinsame
Eisenbahnspedition für den Güterverkehr zu gründen.
    
    Bahnchef Hartmut Mehdorn betonte die Bedeutung der internationalen
Ausrichtung der Bahnen: "Der Berlin-Warszawa-Express ist für uns eine
sehr wichtige Verbindung im Ost-West Verkehr. Der Zug ist ein
attraktives Produkt, das sich unsere Kunden gewünscht haben. Wenn die
Nachfrage steigt, können wir den Express später auch im
Zweistundentakt fahren."
    
    Berlin-Warszawa-Express
    
    Mit neuen Preisen gestalten die DB und die PKP die Verbindung
Berlin - Warschau ab sofort attraktiver. Der Fahrpreis im neuen
Berlin-Warszawa-Express liegt bis zu 26 Prozent unter dem bisherigen
Preis. Kostete bislang eine Hin- und Rückfahrt 133,20 DM mit BahnCard
(inklusive EC-Zuschlägen und Reservierungen), so müssen seit dem
30.09.01 nur noch 98 DM in der zweiten Klasse mit BahnCard und
Reservierung gezahlt werden. Damit wollen DB und PKP neue Kunden
gewinnen.
    
    Dreimal täglich verkehrt der Berlin-Warszawa-Express zwischen den
beiden Hauptstädten, einmal am Tag zwischen Berlin und Poznan. Dieses
Zugangebot ersetzt damit die bisher verkehrenden EuroCity-Züge. Für
die Fahrt Berlin - Warschau braucht der neue Express rund 6 Stunden.
In naher Zukunft soll die Reisezeit auf 5 1/2 Stunden verkürzt
werden.
    
    Der Berlin-Warszawa-Express ist ein gemeinsames Produkt des
Personenverkehrs der Deutschen Bahn und der neugegründeten PKP
InterCity GmbH, dass sich in einem eigenen Design, lichtgrau mit
blauen Streifen, präsentiert.
    
    Die Züge bestehen jeweils aus einem Reisewagen 1. Klasse, einem
Speisewagen und vier Wagen der 2. Klasse, alle klimatisiert. Ein
weiteres Ziel ist, ab 2002 zweisprachige Zugbegleiter
grenzüberschreitend einzusetzen. Reisende werden dann durchgängig von
einem Team betreut.
    
    Im Jahr 2000 nutzten 894.300 Reisende die Verbindung zwischen
Deutschland und Polen in beiden Richtungen. Davon entfielen 333.600
auf die Relation Berlin - Warschau. Im Zeitraum Januar bis September
2001 konnten auf dieser Strecke bereits 285.000 Personen gezählt
werden.  Dies ist eine Steigerung von 13 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum.
    
    Korridor Berlin/Dresden - Wroclaw
    
    Der Verkehr zwischen Deutschland und Polen soll beschleunigt
werden. Dazu unterzeichneten heute Vertreter der DB und der PKP an
Bord des Zuges ein Memorandum. Es sieht die Elektrifizierung des
Streckenabschnitts Knappenrode - Horka - Wegliniec bis 2006 vor.
Diese vor allem für den internationalen Güterverkehr bedeutende
Strecke ist Teil des wichtigen Verkehrskorridors Westeuropa -
Berlin/Dresden - Wroclaw - Krakow - Lvov - Kiew. Durch die
Elektrifizierung kann ein Wechsel von E-Lok auf Diesellok und dann
wieder auf E-Lok vermieden werden. Reise- und Transportzeiten
zwischen Deutschland und Polen werden sich durch den Ausbau
signifikant verkürzen .
    
    Die Gesprächspartner beabsichtigen darüber hinaus, langfristig die
Strecke Dresden-Neustadt - Görlitz - Wegliniec zu elektrifizieren und
für eine höhere Geschwindigkeit auszubauen. Ein genauer Zeitpunkt für
den Beginn der Baumaßnahmen steht noch nicht fest.
    
    Gemeinsame Eisenbahnspedition
    
    Um den Güterverkehr auf der Schiene zwischen Polen und Deutschland
weiter zu stärken, beabsichtigen die DB und die PKP die Gründung
einer gemeinsamen Eisenbahnspedition. Ziel ist es u.a., die Zeiten
für Güterwagenumläufe zwischen beiden Bahnen zu verkürzen. Eine
schnellere Zollabfertigung soll zu einer deutlich kürzeren Fahrzeit
beitragen.
    
    Polen ist neben Italien, Österreich und Tschechien einer der
wichtigsten Partner Deutschlands im Schienengüterverkehr. Im Jahr
2000 wurden zwischen den beiden Ländern 11,1 Millionen Tonnen und im
Zeitraum Januar bis Juli 2001 bereits 6,6 Millionen Tonnen Güter mit
der Eisenbahn befördert.
    
    
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