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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Waffenrecht

    Heidelberg (ots) - Von Winnenden geht ein Signal aus. Das ist gut so. Könnten die betroffenen Familien  die Verschärfung des Waffenrechts formulieren, wäre  ein völliges Verbot von Faustfeuerwaffen in Privathand angesagt. Soweit können und wollen Politiker, zumal in einem Wahljahr nicht gehen. Und es könnte auch den nächsten Amoklauf nicht ausschließen. Schon bisher gab es die Plicht zur sicheren Aufbewahrung. Außerdem dürfte  die Zahl der illegalen Schießgeräte, die herumliegen, die der angemeldeten noch übersteigen. Die  Möglichkeit einer unangemeldeten Überprüfung  ist sinnvoll. Tausende  Kontrolleure sind dazu nicht nötig: Treffen kann es jeden Waffenbesitzer jederzeit, darin liegt die Wirkung. Auch eine Amnestie für die Abgabe "schwarzer" Waffen oder die Anhebung der Altersgrenze für den Umgang mit schweren "Knarren" im Verein, all das ist richtig und hätte längst realisiert werden können. Doch was in einer solchen Gesetzesnovelle das Verbot von Spielen mit Paintballwaffen zu suchen hat, die Farbkleckse verschießen, erschließt sich nicht. Das sind populistische Schrotschüsse. Wo bleibt dann das Verbot von Killerspielen am PC? Fallen auch Indianerspiele mit Pfeil und Bogen darunter? Hier wird ein Gesetz zur Farce, weil pädogogisch-pazifistischer  Übereifer daran mitgeschrieben hat.

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