Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westfalen-Blatt mehr verpassen.

Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: ein Kommentar zu vermüllten Städten

Bielefeld (ots)

Der öffentliche Raum wird in Städten immer mehr zur Müllhalde. Wer sich zum Beispiel in Bielefeld die knapp 30 Euro für die Sperrmüllabfuhr sparen will, der stellt seinen Schrott einfach auf den Bürgersteig und klebt daran einen Zettel mit den Worten »Zu verschenken«. Gemessen an dem Müll, der sonst noch auf den Straßen liegt, ist dieser Trend harmlos. Die Aktion in Berlin, wo Touristen und Einheimische zentrale Plätze von Unrat befreien, ist gut gemeint, kann aber keine Lösung für das grundlegende Problem des Umgangs miteinander sein. Denn darum geht es: Wer den Raum, der ihm nicht gehört und den er mit vielen anderen teilt, in einen schlechten Zustand versetzt, agiert rücksichtslos. Die Mentalität »Irgendwer macht den Mist schon weg« zeugt von großer Respektlosigkeit und fehlender Bereitschaft zu eigenverantwortlichem Handeln. Fehlverhalten sollte bestraft werden. Aber wer soll Umweltfrevler sanktionieren, wenn nicht kontrolliert wird? Auch das läuft unter Staatsversagen. Eine unglaubliche Gleichgültigkeit hat sich in diesem Land breit gemacht.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Andreas Schnadwinkel
Telefon: 0521/585-456
schnadwinkel@westfalen-blatt.de

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westfalen-Blatt
Weitere Storys: Westfalen-Blatt
  • 26.08.2019 – 21:30

    Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur WM 2006

    Bielefeld (ots) - Deutschland ist in vielerlei Hinsicht ein sehr spezielles Land. Manche von uns glauben, dass sie die Welt retten könnten, wenn sie auf Flugreisen und Autofahrten verzichten. Andere sind überzeugt, dass der Mensch ein böses Wesen sei, das nur mit staatlichen Verboten unter Kontrolle gehalten werden kann. Auf vereinzelte Zeitgenossen mag das sogar ...

  • 26.08.2019 – 21:30

    Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Nennung von Nationalitäten

    Bielefeld (ots) - Bei »begründetem öffentlichem Interesse« lässt sich laut Pressekodex die Nennung der Nationalität eines Straftäters oder Verdächtigen rechtfertigen. Mit dieser Formulierung in der Richtlinie 12.1 hat der Deutsche Presserat 2017 versucht, ein Problem zu bewältigen, das seit der Kölner Silvesternacht 2015/16 größer geworden war: Bei einem ...