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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Nato

Bielefeld (ots) - Wie gut, dass die Nato nicht richtig gefordert wird. Die angebliche Führungsmacht USA verkündet eine Einigung über die Nutzung türkischer Stützpunkte und Ankara sagt genau das Gegenteil. Größer könnte das Durcheinander im Verteidigungsbündnis kaum sein. Kein Wunder, dass bei diesem Chaos militärische Erfolge gegen die IS-Extremisten ausbleiben. Was nutzt die Bildung einer weiteren Allianz im Kampf gegen den Terror, wenn niemand ein Risiko eingehen will. Doch so klar will das keiner aussprechen. Dabei ist allen Beteiligten klar, dass mit Luftschlägen allein den gut ausgerüsteten und hochmotvierten Extremisten nicht beizukommen ist. Die kurdischen Kämpfer werden alleingelassen. Mehr als ein Daumendrücken ist nicht drin. Die Türkei will die Kurden nicht stärken und stellt Bedingungen für ein größeres Engagement. Barack Obama lässt sich von seinem türkischen Gegenüber Recep Tayyip Erdogan auf der Nase herumtanzen. Aber der US-Präsident will das aushalten. Trotz gegenteiliger Aussage fehlt ihm eine Strategie gegen den Terror. Krieg oder Freiheit. Obama muss sich entscheiden.

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