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Westfalen-Blatt: zur Ukraine

Bielefeld (ots) - In der Ukraine-Krise hat Wladimir Putin ein für ihn wichtiges Ziel erreicht, ohne einen gezielten Schuss abgegeben zu haben: Er wird ernst genommen. Nach Jahren der empfundenen Demütigungen kann der Kreml-Herrscher derzeit aus dem Westen zwar keinen Beifall für sein Säbelrasseln erwarten, aber von Barack Obama über Angela Merkel bis hin zur EU und NATO heißt es wie aus einem Mund: Eine Lösung der Krise kann nicht gegen, sondern nur mit Russland erfolgen. Das war möglicherweise von Anfang an die Ansicht der meisten Beteiligten, doch das wurde möglicherweise nicht deutlich genug ausgesprochen. Russland fühlt sich auf Augenhöhe mit den Supermächten USA und China. Und diese wollen bestimmen, was vor ihrer Haustür passiert. Früher hieß das Imperialismus, heute Interessenpolitik. Nachdem der bisherige Präsident Viktor Janukowitsch aus dem Amt gejagt worden war, haben es die Vermittler aus der EU und die bisherige Opposition versäumt, ethnische Minderheiten mit in die neue ukrainische Führung einzubinden. Es ist aber noch nicht zu spät, diesen Fehler auszubügeln.

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