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Westfalen-Blatt: zum Thema Türkei

Bielefeld (ots) - Das hätten sich die Demonstranten vom Gezipark noch im Sommer nicht träumen lassen. Damals traten sie gegen ein riesiges Bauprojekt in Istanbul und gegen die Korruption im ganzen Lande an. Jetzt könnte der bei liberalen Türken verhasste Ministerpräsident Recep Tayyip Er-dogan womöglich aus der eigenen Partei zu Fall gebracht werden. Noch ist es längst nicht so weit. Aber immer mehr Einzelheiten über die Bevorteilung befreundeter, mitunter auch verwandter Günstlinge werden bekannt. Mehr noch: Das Vorgehen des Regierungschefs gegen die eigene Polizei und Justiz, die von einem konkurrierenden Flügel der AKP gelenkt werden, bestätigt schlimme Vorwürfe. Noch hält sich der Westen vornehm zurück. Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) findet gemäßigte Worte. Aber indirekt ist die Reaktion klar. Erdogans Ausflüchte über eine Verschwörung des Auslands und Vaterlandsfeinde im Innern verfangen nicht mehr - nicht bei den westlichen Regierungen und schon gar nicht bei den Demonstranten vom Gezipark und ihren Mitstreitern überall in der Türkei.

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