Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Apothekenbetriebsordnung:

Bielefeld (ots) - Das Bundesgesundheitsministerium tut gut daran, Apotheker in die Pflicht zu nehmen. Fast jeder Patient hat schon einmal verschreibungspflichtige Medikamente bekommen, ohne dass er nach anderen eingenommenen Mitteln gefragt wurde. Auch in Sachen Vertraulichkeit hapert es oft: Selbst wer flüsternd nach Kopfläuseshampoo fragt, den verrät die Verpackung dem Nachbarn am Thresen. Erstaunlich ist, dass die Apothekenbetriebsordnung Beratungsräume vorschreibt. In der Praxis kennt die wohl kaum ein Kunde. Wenn die Kammer das Bedürfnis nach mehr Vertraulichkeit kennt und unterstützt, warum hat sie nicht längst mehr für die Umsetzung getan? Klar ist bei aller Kritik auch: Wer sichere Beratung will, müsste den Apothekern auch entsprechende Mittel an die Hand geben. Das wäre in letzter Konsequenz die elektronische Patientenkarte. Damit sich die sicherheitsbewussten Deutschen auf das Modell »gläserner Patient« einlassen, müsste der Datenschutz garantiert sein. Und selbst dann bleibt die Frage: Wollen wir so viel Staat?

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: