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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Ausländerrecht

Bielefeld (ots) - Der Weg zur Teilhabe an einer Gesellschaft führt über die Sprache. Deshalb ist es nur konsequent, Sanktionen für die Menschen, die die Sprache eines neuen Heimatlandes nicht lernen, einmal zu durchdenken. Schließlich soll deutlich werden, dass die Erwartungen an die Einwanderer ernst gemeint sind. Schwarz-Gelb will nun mit der schärfsten Strafe drohen, die denkbar ist: mit der Ausweisung. Gibt es Gründe, davor zurückzuschrecken? Ja, wenn den Einwanderern auf dem Weg in die deutsche Gesellschaft nicht zugleich die bestmögliche Unterstützung aller Behördenvertreter zuteil wird. Ja, wenn bei den Sprachprüfungen familiäre Härtefälle aus dem Blick geraten. Ja, wenn es wieder Probleme geben sollte, genügend Sprachkurse für alle Interessenten anzubieten. Wenn aber all diese Bedenken beachtet und ausgeräumt werden, dann darf Deutschland von seinen neuen Einwohnern verlangen, dass sie ausreichend gut Deutsch sprechen. Mit dem Plan eines eigenständigen Bleiberechts für integrierte ausländische Minderjährige deutet Schwarz-Gelb an, dass es bereit ist, solche Sorgen ernst zu nehmen.Thomas Hochstätter

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