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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Opel

Bielefeld (ots) - Die Belegschaft von Opel hat in der vergangenen Woche den Anfang gemacht: Ihr Zugeständnis, einen Sanierungsbeitrag von etwa einer Milliarde Euro durch Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu leisten, hat die Politik erwartungsgemäß unter Druck gesetzt. Nun müssen die vier Bundesländer mit Opel-Werken sowie der Bund entscheiden, ob sie mit Steuergeldern dem angeschlagenen Autobauer einen Neuanfang ermöglichen wollen. Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Hessen hätten dabei ein Zeichen setzen können: Gemeinsam hätten sie ihren Willen zur Finanzhilfe kommunizieren können. Doch einzig Thüringen traute sich gestern, Kreditzusagen zu beschließen. Es hat den Anschein, als ob der eine darauf warte, was der andere tut. Da wird taktiert, hinter den Kulissen vielleicht auch gekungelt. Echte Entschlossenheit sieht anders aus. Dass Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sich an dem Spiel auf Zeit beteiligt, überrascht nicht. Der FDP-Politiker sieht die Milliardenbürgschaften ohnehin kritisch. Das Gerangel um Opel hält an. Und die Mitarbeiter müssen weiter zittern.

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