Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Arbeitsmarkt:

    Bielefeld (ots) - Und wieder hat die Brücke Kurzarbeit Deutschland über einen Krisenmonat hinweggetragen. Entgegen aller Unken- und Kassandra-Rufe ist die Arbeitslosenquote im Oktober sogar zurückgegangen. Während des Bundestagswahlkampfes hatten die Auguren noch davor gewarnt, dass die Arbeitslosenzahl bald die Fünf-Millionen-Grenze überschreiten werde. Angesichts von 3,2 Millionen Arbeitnehmern ohne Job scheint diese Gefahr mindestens bis zum Jahresende gebannt. Indessen wird das Auftragsloch unter der Brücke langsam kleiner. Das nährt die Hoffnung, dass die Konjunktur bereits anspringt, ehe die Hilfsmaßnahmen zur Kurzarbeit auslaufen. Es wird dies nicht in allen Branchen und erst recht nicht in allen Unternehmen gelingen. Trotzdem wäre es angesichts der Schwere der Krise ein Riesenerfolg. Mit Rücksicht auf alle, die trotzdem um ihren Job bangen oder ihn schon verloren haben, sollte derzeit das Bild vom »Goldenen Oktober« vermieden werden. Die Stunde der Wahrheit schlägt nicht vor dem nächsten Frühjahr. Dann wird sich zeigen, ob die Brücke Kurzarbeit eine genügend große Spannweite hat.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: