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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Nationalpark in Ostwestfalen-Lippe

    Bielefeld (ots) - Auf den ersten Blick unverständlich, auf den zweiten nachvollziehbar. Da will die nordrhein-westfälische Landesregierung - vermutlich Landesvater Jürgen Rüttgers ganz persönlich - Ostwestfalen-Lippe 2010 mit einem Nationalpark beglücken - und die wenigsten rufen uneingeschränkt Hurra. Dabei gilt es doch herrliche Buchenwälder, Orchideen und eine vielfältige Tierwelt von der Wildkatze bis zu seltenen Vögeln zu bewahren und auf sanfte Art zugänglich zu machen. Dagegen stehen gewachsene Strukturen, längst erfüllte Naturschutzstandards und existenziell wichtige Arbeitsplätze. Der Fürst zur Lippe hat als großer Waldbesitzer nachgerechnet und nichts als rote Zahlen herausbekommen. Auch der Landesverband Lippe wird ganz genau hinschauen, bevor er seine wichtigste Einkommensquelle gefährdet. Derzeit gelingt es geradezu idealtypisch, aus Holz Kultur zu schnitzen. Theater, Museen und Baudenkmäler in großer Zahl werden so gesichert. Die Nachfrage nach dem Energielieferanten aus heimischen Wäldern gibt Kulturschaffenden in Lippe eine Sicherheit, über die nicht einmal größte Häuser und Kulturtempel von Berlin bis München verfügen. Noch ist ob des Drängens aus Düsseldorf nichts entschieden, geschweige denn gescheitert. Aber das Signal von der Lippe an den Rhein ist klar: Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.

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