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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema IKB-Bank

Bielefeld (ots)

Das darf doch nicht wahr sein! Da werden erst
zehn Milliarden Euro in die nach Spekulationsgeschäften eigentlich 
schon insolvente IKB-Bank gepumpt. Und dann verschleudert die 
staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau das Institut für 
läppische 100 Millionen Euro. Man mag ja seit Hilmar Kopper nicht 
mehr von »Peanuts« reden. Aber in diesem Zusammenhang ist der Begriff
tatsächlich angebracht, zumal die Bundesregierung weitere 600 
Millionen Euro an Kreditrisiken absichert -  aus Steuerzahlergeld, 
versteht sich.
Die Geschichte vom Niedergang der IKB und den sich anschließenden 
Rettungsversuchen ist eine Mischung von Horrormeldungen und 
Ammenmärchen. Der Gipfel wäre allerdings erreicht, wenn tatsächlich 
stimmte, dass der russische Investor Lebedew mehr als 600 Millionen 
Euro und damit sechs Mal so viel wie Lone Star geboten hat. In dem 
Fall wären personelle Konsequenzen nicht mehr zu umgehen.
Die Mitverantwortung der Politik für das Bankensystem kann nicht 
bedeuten, dass erst wild spekuliert werden darf. Dass der Staat dann 
mit Steuerzahlergeld die Verluste glattstellt. Dass aber die Gewinne,
die die IKB nach dem Wegfall aller Risiken nun erwirtschaften wird, 
allein dem privaten texanischen Fonds zugute kommen. Warum diese Eile
beim Verkauf? Soll da etwas unter dem Teppich bleiben, was durch 
einen Untersuchungsausschuss vielleicht hervorgekehrt würde?

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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