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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Transrapid

Bielefeld (ots)

Ein halbes Jahr nur währte die Schamfrist, dann
hatte das Abschiedsgeschenk für Bayerns früheren Ministerpräsidenten 
Edmund Stoiber sein Verfallsdatum erreicht. Dass die Kosten in dieser
kurzen Zeit derart explodiert sein sollen, dass das Projekt nicht 
mehr finanzierbar erscheint, ist schlechterdings nicht vorstellbar. 
Hier haben einige Politiker im September 2007 ihr Ja zum Münchner 
Transrapid schon wider besseren Wissens abgegeben.
Natürlich ist es schade, dass moderne Technik made in Germany im 
eigenen Land nicht zum Zuge kommt. Doch die Hindernisse - eine 
funktionierende und schnelle Eisenbahn-Infrastruktur, und die extrem 
hohen Kosten - sind eben auch für eine Schwebebahn zu groß.
Vielleicht hätte der Transrapid als Maßnahme zur Industrieförderung 
eine Chance gehabt, wenn die Politiker zum Schluss nicht immer wieder
auf die falschen Trassen gesetzt hätten. Um ihre Vorteile 
auszuspielen, müsste die Magnetschwebebahn auf großen Entfernungen 
eingesetzt werden. Die wenigen Minuten, die auf einer Strecke 
zwischen zwei Ruhrgebietsstädten oder zwischen München und seinem 
internationalen Flughafen herausgefahren werden können, rechtfertigen
einfach nicht so hohe Subventionen.
Mit jeder neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die die traditionelle 
Eisenbahn in Betrieb nimmt, schwinden die Chancen des Transrapids in 
Europa. Der Zug für die Magnetbahn ist abgefahren.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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