Deutscher Bauernverband (DBV)

"Kooperativer Naturschutz ist ohne Alternative" - DBV-Präsident Sonnleitner startet bundesweite Wanderaktion zur Artenvielfalt

Berlin (ots) - (DBV) "Die deutsche Land- und Forstwirtschaft will ihren Beitrag dazu leisten, das Ziel der EU zu erreichen, den Rückgang der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 zu stoppen". Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, anlässlich der Wanderaktion "Kulturlandschaft - Landwirtschaft schafft Vielfalt" am 21. Mai 2010 in der Eifel. Mit der Wanderung gab Sonnleitner gemeinsam mit der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Frau Prof. Beate Jessel, und Landwirten aus der Region den Startschuss für zahlreiche weitere Wanderungen in ganz Deutschland. Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, wissenschaftlicher Leiter des DBV-Naturschutzprojektes in der Eifel, führte durch die artenreichen Orchideenwiesen und Kalkmagerrasen im Seidenbachtal bei Blankenheim in der Eifel. Schumacher erläuterte vor Ort, wie Vertragsnaturschutz durch landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe umgesetzt wird und hiermit Biodiversität auf sehr hohem Niveau erhalten und gefördert wird. Das DBV-Eifelprojekt dokumentiert eine besondere Erfolgsgeschichte des kooperativen Natur- und Artenschutzes, die ohne den Einsatz der Landwirte nicht möglich gewesen wäre.

Sonnleitner betonte, dass der Berufsstand sehr daran interessiert sei, Naturschutz zielführend, praktikabel und effizient mit der Landwirtschaft zu betreiben. Der Bauernverband habe dies bereits bei verschiedenen Projekten deutlich gemacht. Die Zukunftsstrategie in punkto Artenschutz sieht er in der Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. "Landwirtschaft und Naturschutz müssen Partner sein", so Sonnleitner. Dies sei zielführender als das Ordnungsrecht, da nur so die Akzeptanz für den Naturschutz sichergestellt werden könne. Der kooperative Naturschutz sei ohne Alternative. Zumindest für alle Arten, die in der Kulturlandschaft von einer Bewirtschaftung bzw. Nutzung der Fläche abhängig seien. Ohne die Land- und Forstwirtschaft sei die Artenvielfalt nicht zu erhalten. "Die land- und fortwirtschaftliche Nutzung hat die heute als schützenswert angesehene Kulturlandschaft geschaffen sowie wesentlich zu der Vielfalt an Arten und Biotopen in Deutschland und Europa beigetragen", sagte Sonnleitner.

Mit der Aktion "Wandern für die Vielfalt" beteiligt sich der DBV mit seinen Landes- und Kreisbauernverbänden an einer bundesweiten Aktion des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz anlässlich des Internationalen Jahrs der biologischen Vielfalt. Den Mitbürgern soll die einmalige, von den Bauern geprägte Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt vorgestellt und nahe gebracht werden.

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