BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
China-Reise: Dialog ist wichtig
Berlin (ots)
"Die Reise des Bundeskanzlers nach China ist ein wichtiges Signal für Dialog und wirtschaftliche Zusammenarbeit in einer Phase globaler Umbrüche. China bleibt für die deutsche und europäische Wirtschaft ein bedeutender Partner, Absatzmarkt und Teil globaler Wertschöpfungsketten. Gerade deshalb braucht es einen offenen, strukturierten und zukunftsorientierten Austausch auf höchster Ebene", fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) anlässlich der China-Reise des Bundeskanzlers in dieser Woche.
"Wir erwarten, dass Fragen des Marktzugangs und der Reziprozität klar adressiert werden. Deutsche und europäische Unternehmen benötigen transparente Rahmenbedingungen, verlässliche Regulierung, faire Wettbewerbsbedingungen und gleiche Chancen beim Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen und strategischen Zukunftssektoren. Auch der Schutz geistigen Eigentums, die Rechtssicherheit für Investitionen sowie planbare Zulassungs- und Zertifizierungsverfahren müssen weiter verbessert werden. Zugleich ist es wichtig, bestehende Wettbewerbsfragen konstruktiv zu klären und Marktverzerrungen im Sinne eines stabilen internationalen Handelssystems zu vermeiden", so der Großhändler.
Und weiter: "Der Ansatz des Derisking ist richtig. Es geht nicht um Abkopplung, sondern um eine ausgewogene Balance zwischen Offenheit und Resilienz. Kritische Abhängigkeiten - etwa bei Rohstoffen, Vorprodukten oder Schlüsseltechnologien - sollten im Dialog thematisiert und durch Diversifizierung reduziert werden. Gleichzeitig müssen Lieferketten stabil und belastbar bleiben.
Besonders im Bereich der grünen Transformation ist China ein zentraler Akteur. Für das Erreichen der globalen Klimaziele sind Kooperation, offene Märkte und funktionierende Handelsströme entscheidend."
"Deutschland und Europa sollten ihre wirtschaftspolitischen Interessen klar definieren und geschlossen vertreten. Dazu gehört auch eine enge Abstimmung mit Partnern weltweit, um regelbasierte Handelsstrukturen zu stärken und globale Wertschöpfung resilienter zu gestalten.
Unser Leitbild muss strategischer Pragmatismus sein: Dialogbereitschaft, wo Zusammenarbeit möglich ist - und klare, konsistente Interessenvertretung, wo wirtschaftliche Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden müssen. Eine stabile, berechenbare und faire internationale Wirtschaftsordnung liegt im Interesse beider Seiten", schließt Jandura.
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