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23.03.2004 – 12:35

BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

Ausbildungsabgabe vernichtet Ausbildungsplätze und kostet Wettbewerbsfähigkeit

Berlin (ots)

"Die konkreten Pläne der Bundesregierung, eine
Ausbildungsplatzabgabe noch in diesem Jahr einzuführen, bedeuten ein
Schlag ins Gesicht für alle Unternehmen, die sich seit Jahren in der
Berufsausbildung engagieren und zum Standort Deutschland stehen."
Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des
Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), anlässlich der jetzt bekannt
gewordenen Formulierungshilfe eines
"Berufsausbildungssicherungsgesetzes" des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung.
"Die Bundesregierung irrt ganz gewaltig, wenn sie glaubt, die Lage
auf dem Ausbildungsstellenmarkt mittels einer Abgabe, die nach
derzeitigen Berechnungen des Bundesbildungsministeriums rund 229 Euro
pro Arbeitnehmer und Jahr kosten wird, zu verbessern. Die Abgabe, die
letztlich wie eine Strafsteuer auf Beschäftigung wirkt, wird die
Unternehmen mit zusätzlichen Kosten und bürokratischem Aufwand
überziehen. Sie wird aber keine zusätzlichen betrieblichen
Ausbildungsplätze schaffen und somit das eigentliche Ziel der
Bundesregierung verfehlen. Stattdessen wird die Wettbewerbsfähigkeit
der deutschen Wirtschaft weiter verschlechtert und die
Zukunftsfähigkeit des in Deutschland bewährten dualen
Ausbildungssystems in Frage gestellt."
Nach Ansicht Börners will die Bundesregierung die eigentliche
Ursache für die Lage auf dem Ausbildungsmarkt offensichtlich nicht
wahrhaben. Die nach wie vor schwierige konjunkturelle Situation, die
sich vor allem in der Massenarbeitslosigkeit und einer Rekordanzahl
von Unternehmensinsolvenzen bemerkbar mache, und die hohen
Belastungen durch Abgaben und Steuern seien für die schwierige
Ausbildungsplatzsituation verantwortlich. Börner wies darauf hin,
dass mit einer Verbesserung des Lehrstellenmarktes erst dann zu
rechnen sei, wenn die zentralen Probleme der deutschen
Volkswirtschaft angegangen würden. Er forderte die Bundesregierung
daher auf, die Ausbildungsplatzabgabe nicht weiter zu verfolgen. "Die
Verunsicherung der Betriebe ist schon jetzt groß und verhindert die
Bereitstellung von Ausbildungsplätzen", so Börner abschließend.

Pressekontakt:

Ansprechpartner: André Schwarz
Pressesprecher
Telefon: 030/ 59 00 99 520
Telefax: 030/ 59 00 99 529

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