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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Muslimische Helfer in den Flüchtlingsunterkünften Vorsicht vor den Islam-Verbänden Ansgar Mönter

Bielefeld (ots) - Mit unglaublicher Naivität - oder ist es Absicht? - fordern Politiker wie NRW-Staatssekretär Thorsten Klute Moscheevereine und islamische Verbände auf, sich mehr in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Dabei übersehen sie sträflich zwei Tatsachen: 1. Bei den vier großen deutschen Islam-Dachverbänden handelt es sich allesamt um erzkonservative bis fundamentalistische Organisationen. Der "Zentralrat der Muslime" weist eine eindeutige Nähe zu den Muslimbrüdern auf. Der "Islamrat" hat als größtes Mitglied die Milli-Görüs-Bewegung, die seit Jahren ein Fall für den Verfassungsschutz ist, weil sie für ein Kalifat eintritt. Die staatlich geführten türkischen Moscheen sind oft dem Erdogan-Islamismus hörig, der Verband "VIKZ" gilt als antiwestlich und schariahörig. 2. Ein vermutlich erheblicher Teil der Angekommenen dürfte gerade wegen extremer und gewalttätiger religiöser Bewegungen wie des "Islamischen Staats" geflüchtet sein. Ihnen sollten die Helfer deshalb einfach als Menschen begegnen und nicht zuerst als Muslime oder Anhänger irgendeiner Glaubensrichtung. Natürlich können sich Muslime in der Flüchtlingshilfe engagieren. Aber warum nicht zusammen mit den Nichtmuslimen in den Helfergruppen, die es allerorten gibt? Dort wird aus gutem Grund nicht unterschieden - nicht einmal danach gefragt -, ob jemand Christ, Atheist oder sonst was ist. Warum auch? Es sollte um Humanismus gehen. Das wäre wirklich mal ein Zeichen von Integrationswillen.

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