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Neue Westfälische (Bielefeld): Tarifauseinandersetzungen in den Kitas¶ Geduld ist bald zu Ende¶ Lothar Schmalen¶

Bielefeld (ots) - Die Hoffnung, dass sich die Tarifparteien im Kita-Streit jetzt schnell einigen, ist dahin. Die Gewerkschaften wollen auch nach dem Ergebnis der Schlichtung noch weiterverhandeln und lassen offen, ob es in diesem Sommer noch einmal Streiks in den kommunalen Kitas gibt oder nicht. Begründung: Das eigentliche Ziel der Auseinandersetzung, nämlich die höhere tarifliche Eingruppierung der Erzieher und damit ein deutlich größerer Schluck aus der Gehaltspulle, ist nicht erreicht. Dabei ist das Verständnis für die Forderung nach besserer Bezahlung der Erzieher eigentlich groß. Jetzt hat auch eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung über die Lohnentwicklung in Deutschland dieser Forderung Nachdruck verliehen. Danach rangieren die Erziehungsberufe nach wie vor ziemlich am Ende der Skala. Klar ist aber auch, dass am Ende die Eltern die Rechnung für die höheren Löhne der Erzieherinnen und Erzieher selbst bezahlen müssen. Schließlich werden sich die finanziell maroden Städte die Mehrkosten über steigende Kita-Gebühren zurückholen müssen. Kommunale Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten jedenfalls zur Kenntnis nehmen, dass die Geduld der betroffenen Eltern langsam zu Ende geht. Der Tarifstreit zieht sich nun schon seit Wochen hin. Kommt es tatsächlich noch einmal zum Streik, droht Ärger. Denn die Eltern dürfen, nachdem die Argumente ausgetauscht sind, zu Recht erwarten, dass sich die Streithähne nun endlich einigen.

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