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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar zu Terror in Marokko Schock RALPH SCHULZE, MADRID

Bielefeld (ots) - Der Frieden im touristischen Marokko ist dahin. Ein Terroranschlag im Herzen der vielbesuchten Stadt Marrakesch zerstörte die Hoffnung, dass sich der nordafrikanische Staat in der brodelnden arabischen Welt als Oase der Stabilität behaupten könne. Doch die Ruhe im Touristenreich von König Mohammed war ohnehin trügerisch. Die islamistischen Extremisten aus dem Umfeld des Terrornetzwerks El Kaida sind in Marokko sehr aktiv und drohten schon öfter in der Vergangenheit, touristische Einrichtungen anzugreifen. Dass ihnen das bisher nur sehr selten gelungen war, war vor allem den marokkanischen Sicherheitsbehörden zu verdanken, die die gewaltbereiten Fundamentalisten bisher ziemlich gut unter Kontrolle hatten. Die islamistische Bedrohung in Marokko ist nur eines der Probleme, die König Mohammed derzeit Sorgen machen. Auf den Straßen vieler Städte demonstrieren seit Monaten Hunderttausende regelmäßig für Demokratie und gegen die autoritäre Herrschaft des Königs. Das deutet darauf hin, dass auch Marokko, wie schon etliche arabische Nachbarn, noch auf schwierige Zeiten zusteuern könnte.

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