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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar zu Migrationspolitik in Deutschland Guter Ausländer, böser Ausländer SIGRUN MÜLLER-GERBES

Bielefeld (ots) - Her mit den Einwanderern aus Nordafrika und der Welt, fordern Experten für Migration. Bleibt bloß weg, ihr Flüchtlinge aus Nordafrika, sagt die Bundesregierung - und nennt die Expertenstudie gleichzeitig einen "richtigen Wegweiser". Widersprüchlich? Nein. Nur eine Variante des Spiels "Guter Ausländer, böser Ausländer", das die schwarz-gelbe Koalition perfekt beherrscht. Da wird kräftig auf der Klaviatur der Ängste gespielt. "Wir können unseren Wohlstand nicht teilen mit dem Rest der Welt", sagt der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl. Klartext: Die vielen Ausländer, die zu uns wollen, bedrohen unseren Lebensstandard, sind also böse Ausländer. Dabei, so die Experten, ist unser Lebensstandard in den nächsten Jahren abhängig davon, dass viele Ausländer zu uns kommen. Klar hätte man sie lieber gut ausgebildet, anpassungsbereit, am besten deutschsprachig. Aber so "gute" Ausländer kann man nicht auf dem Weltmarkt kaufen. Wertvolle - und wertschöpfende - Mitglieder unserer Gesellschaft werden Menschen nur, wenn sie hier willkommen sind, Bildungschancen, Lebensperspektiven haben. Doch die Realität sieht anders aus: Gut ausgebildete Deutsch-Türken gehen nach Istanbul. Denn hier sehen sie keine Zukunft für sich.

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