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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Tatort Pharmabranche Skrupellose Geschäfte HUBERTUS GÄRTNER

Bielefeld (ots) - Skrupellose Geschäftemacher gibt es auf dieser Welt leider reichlich. Ziemlich weit oben in der negativen Rangliste steht die Pharmabranche. Sie ist in der Vergangenheit immer wieder durch Skandale und kriminelle Machenschaften aufgefallen. Nun sind mehrere Großhändler unter Verdacht geraten, einen Millionenbetrug mit HIV-Medikamenten begangen zu haben. Sie sollen verbilligte Medikamente, die für Aids-Patienten in Afrika bestimmt waren, illegal nach Deutschland zurückgebracht und hier mit hohem Gewinn verkauft haben. Wenn die Vorwürfe zutreffen, dann haben die Täter zahlreiche Menschen auf dem Gewissen. Die Seuche Aids breitet sich vor allem in Afrika immer weiter aus. Weltweit brauchen nach Angaben der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" etwa 15 Millionen Menschen dringend Medikamente gegen die Immunschwächekrankheit. Weil es aber am Geld fehlt, erhalten nur fünf Millionen Menschen die Arzneien. Die skrupellosen Händler haben diesen Notstand offenbar noch vergrößert und ihre Geschäfte auf dem Rücken der Ärmsten gemacht. An Skrupellosigkeit ist das nicht zu überbieten.

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