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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Mehr Kultur an den Schulen Lieber ein Spatz in der Hand . . . ROLAND MAORO

Bielefeld (ots) - Die OWL-Kulturkonferenz tagt in Paderborn und malt ein schönes Szenario an die Wand: Tanz, Theater und Kunst brechen in den tristen Schulalltag ein, machen die Schüler zu glücklichen Menschen und verschaffen ihnen auch noch bessere Noten. Würde man auch nur einen Bruchteil dessen, was Bildungstheoretiker seit Urzeiten propagieren, tatsächlich in die Tat umsetzen, dann müssten wir uns um die nächsten PISA-Ergebnisse wohl keine Sorgen machen. Als Vater zweier Kinder, die gerade die verkorkste G-8-Reform des (damals noch CDU-dominierten) Schulministeriums ausbaden müssen, präsentiert sich mir die Schulwirklichkeit täglich ganz anders. Da wird nur noch Wissen gepaukt, dank der verkürzten Schulzeit mit der Presslufthammer-Methode. Vermittlung von Werten wie Kultur, Bildung, Kreativität, selbstständiges Denken kann ich nicht erkennen, von Freude am Lernen ganz zu schweigen. Es ist schön, wenn man hochgesteckte Ziele hat, und ich wünsche den Pädagogen der Kulturkonferenz viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg. Ich wäre aber schon froh, wenn die Schulen ihre pädagogische Basisversorgung wieder in geordnete Bahnen lenken könnten und mehr Ruhe und Freude in den Schulalltag einziehen würde.

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