Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Dioxin-Skandal Existenzbedrohend ANNIKA FALK

Bielefeld (ots) - Irgendwie bekommt man den Eindruck, dass Dioxin-Skandale auf NRW-Bauernhöfen verlässlich jedes Jahr wiederkehren. Erst im Mai 2010 wurden mehrere Bio-Geflügelhöfe wegen Dioxin-Verdachts gesperrt, darunter auch ein Betrieb im Kreis Minden-Lübbecke. Grund für die Verschmutzung damals: Hersteller aus der Ukraine griffen beim Anrühren von Futtermittel zu billigen synthetischen Stoffen, statt pflanzliche Fette zu verarbeiten. Die wären teurer gewesen. Ihre Wurzeln haben diese Skandale also meist in der Profitgier der Hersteller und der Sparsamkeit der Verbraucher. Letztlich muss sich doch jeder Deutsche fragen, ob die "Geiz-ist-geil-Mentalität" bei Lebensmitteln nicht aufhören sollte. Denn längst geht es um mehr als Verbraucherschutz. Die Hofsperrungen sind existenzbedrohend für viele Bauern. Sie können sich schlecht wehren gegen den oft gnadenlosen Preiskampf bei Lebensmitteln. Niemand zahlt ihnen den Produktionsausfall und auch mögliche, oft langwierige Schadensersatzklagen können sich die meisten nicht leisten. Ganz abgesehen vom Image-Schaden für die gesamte Branche.

Pressekontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Westfälische (Bielefeld)

Das könnte Sie auch interessieren: