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Neue Westfälische (Bielefeld): Bildungsgipfel Zu kurz gesprungen BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Der Bildungsetat ist vom schwarz-gelben Spardiktat ausgenommen. Immerhin. Dass dies bei weitem nicht ausreicht, um die ehrgeizigen, aber notwendigen Ziele des Bildungsgipfels zu erreichen, zeigt die vorgelegte Klemm-Studie überdeutlich. Ohne zusätzliches Geld für Bildung und Forschung bleibt die von Kanzlerin Merkel ausgerufene Bildungsrepublik eine Fata Morgana. Derzeit sind weniger als zwei Drittel aller Ausgaben für Bildung und Forschung öffentlich getragen; davon zahlen der Bund 15 und die Kommunen 20 Prozent. Den Löwenanteil von fast zwei Drittel berappen die Länder. Die aber wehren sich gegen zusätzliche Lasten. Gleiches täten wohl die Kommunen, doch die sitzen nicht mal am Tisch beim Bildungsgipfel. Soll das Ziel gehalten werden, kommen auf das Land NRW erhebliche Mehrausgaben zu: Land und Kommunen müssten ihre eigenen Ausgaben für Bildung um 1,14 Milliarden Euro steigern, errechnete dieser Tage die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Hinzu kämen die gleiche Summe vom Bund sowie 600 Millionen von Privaten. Pro Jahr versteht sich. Investitionen, die sich lohnen und zudem für alle Generationen Gewinn bringen. Daher ist es auch zu kurz gesprungen, wenn auf der Einnahmeseite nichts für die Bildung veranschlagt wurde.

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