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Neue Westfälische: Leipziger Buchmesse endet erneut mit Besucherrekord Die Krise hat Ferien THOMAS KLINGEBIEL

    Bielefeld (ots) - Angesichts der überfüllten Gänge schienen schon im letzten Jahr die Grenzen des Wachstums erreicht. Nun hat die Leipziger Buchmesse, wie zuvor jedes Jahr, noch einmal zugelegt: 156.000 Besucher an vier Tagen, 9.000 mehr als beim letzten Mal, neuer Rekord. Für die Branche, die zuletzt ein Umsatzminus hinnehmen musste, ein ermutigendes Signal. Die Frühjahrs-Bücherschau richtet sich, anders als die Messe in Frankfurt, an die Leser. Die schoben sich wieder geduldig von Stand zu Stand, von Leseinsel zu Leseinsel. Warum? Die Autorendichte ist in Leipzig so hoch wie sonst nirgends. Die Nähe zu den Schriftstellern macht den familiären Charme der Messe aus, der trotz der Enge offenbar ungebrochen ist. Bezeichnend, dass das E-Book kein Thema war. Nach Leipzig kommen überwiegend leidenschaftliche Literaturfans, und für die steht das gedruckte Buch nach wie vor im Vordergrund. Die Herausforderung durch die Digitalisierung, die Konzentration des Buchhandels und die erdrückende Dominanz der Bestseller sind natürlich nicht vom Tisch. Aber die Krise hat in Leipzig ein paar Tage Ferien gemacht.

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