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Neue Westfälische: Neue Westfälische (Bielefeld): Arzneimittelpreise Neuer Minister, alte Rezepte PETER STUCKHARD

    Bielefeld (ots) - Der liberale Gesundheitsminister wird von der Wirklichkeit eingeholt - und reagiert mit altbekannten Rezepten. Deren Risiken und vor allem Nebenwirkungen hat er offenbar noch nicht ausreichend studiert: Zuletzt im Jahr 2005 hat die Politik mit dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz versucht, die Pharmabranche an die Kette zu legen. Deren erstes Glied: ein Preismoratorium. Von Mai 2006 bis Mai 2008 galt für verschreibungspflichtige Medikamente ein Preisstopp. Das half. Aber nur vorübergehend. Nach dem Ende des Preisstopps im Jahr 2008 stieg zum Beispiel der Preis des Multiple-Sklerose-Medikaments Betaferon der Firma Bayer Schering Pharma AG noch im selben Jahr um satte 18 Prozent. Trotz aller Krokodilstränen: Mit einem Preismoratorium weiß die Industrie umzugehen. Der Impfstoff gegen die saisonale Grippe - nein, nicht die Schweinegrippe! - wurde von 2006 bis 2010 um fast 90 Prozent teurer. Am Eierpreis kann das nicht gelegen haben, wohl eher daran, dass die Impfung eine Kassenleistung für alle wurde. Mit den alten Rezepten wird Philipp Rösler scheitern. Mal sehen, was ihm einfällt.

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