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Neue Westfälische: KOMMENTAR Bertelsmann streicht Stellen Signalwirkung STEFAN SCHELP

    Bielefeld (ots) - Seit Jahresbeginn hat Bertelsmann weltweit 3.700 Stellen von gut 100.000 Arbeitsplätzen abgebaut. Fast geräuschlos ist das gelungen - durch Verkauf ganzer Sparten wie der Buchclubs in den USA, durch die Trennung vom Software-Dienstleister Empolis oder schlicht durch das "Nicht-wieder-besetzen" frei gewordener Stellen. Was sind da schon 130 weitere Arbeitsplätze, die jetzt gestrichen werden sollen? Eigentlich ein Klacks. Wenn sie nicht ausgerechnet im Gütersloher Corporate Center wegfallen würden. Stellenstreichungen im Zentrum der Macht - das hat eine ganz andere Signalwirkung als der Arbeitsplatzabbau am anderen Ende der Welt. Dabei ist dieser Schritt keineswegs das Zeichen dafür, dass Bertelsmann nun in seinen Grundfesten erschüttert ist. Er beweist lediglich, dass Bertelsmann-Boss Hartmut Ostrowski keine Ausnahmen zulässt bei der Umsetzung des 900-Millionen-Euro-Sparprogramms, das er dem Konzern für dieses Jahr verordnet hat. Keiner bleibt ungeschoren - nicht mal in Gütersloh. Das ist das wichtigste Signal - zumal die 130 Stellen in Gütersloh nicht die letzten sein dürften, die Bertelsmann streicht.

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