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Neue Westfälische: KOMMENTAR Babyschnuller mit Chemikalien belastet Ursache und Wirkung NICOLE HILLE-PRIEBE

    Bielefeld (ots) - Was tun wir nur unseren Kindern an? Man muss sich nicht wundern, dass immer mehr Schüler unter Lern- und Entwicklungsstörungen leiden oder Mädchen heute schon geschlechtsreif sind, während sie noch mit Playmobil spielen, wenn sie schon im Babyalter vergiftet werden. Die hormonell wirksame Chemikalie Bisphenol A steht zudem für Unfruchtbarkeit, Übergewicht, Brustkrebs, Diabetes und Spermienrückgang. Sie hat weder in Spielsachen noch in Schnullern etwas zu suchen - zumal es alternative Materialien gibt, auf die die Industrie zurückgreifen könnte. Der eigentliche Skandal ist jedoch die Nachricht, dass eine Untersuchung des Umweltbundesamtes die Substanz bereits im vergangenen Jahr im Urin von 99 Prozent der untersuchten Kinder nachgewiesen hat. Warum wurde die Bevölkerung nicht umgehend aufgeklärt? Dazu passt, dass die Laborergebnisse zwar den BUND alarmieren, für das Bundesinstitut für Risikobewertung jedoch kein Anlass zur Sorge sind. Die östrogenartig wirkende Substanz reichere sich nicht im Körper an und werde schnell im Körper abgebaut oder ausgeschieden, heißt es dort lapidar. Auf unseren staatlichen Verbraucherschutz kann man sich anscheinend nicht verlassen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie also besser nicht Ilse Aigner.

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