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Neue Westfälische: CDU und SPD in NRW im Stimmungstief Schleichender Niedergang PETER JANSEN, DÜSSELDORF

    Bielefeld (ots) - Bei den großen Parteien in NRW wirkt die Enttäuschung über den Ausgang der Europawahl nach. Die SPD beklagt das schlechteste Ergebnis aller Zeiten. Die CDU versteckt den Frust über ihr schlechtes Abschneiden hinter der Erleichterung, dass sie weiterhin mit deutlichem Abstand die Nr. 1 im Lande ist. In Wahrheit sind beide Parteien zutiefst verunsichert. Vor allem die Entwicklung in ihren einstigen Hochburgen ist höchst besorgniserregend. Die SPD erreicht in den Großstädten des Ruhrgebiets nicht einmal mehr die 40-Prozent-Marke. Die CDU verliert in den ländlich-katholischen Regionen in Ostwestfalen, im Sauerland, im Münsterland und in der Eifel mehr als zehn Prozent ihrer Wähler. Der schleichende Niedergang der Volksparteien ist seit Jahrzehnten zu beobachten, und bislang ist weder CDU noch SPD viel eingefallen, wie sie den bedrohlichen Trend aufhalten können. Volkspartei müsse die Union bleiben, mahnt ihr Vorsitzender Jürgen Rüttgers. Den Markenkern soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt rücken, will SPD-Chefin Hannelore Kraft. Zur Profilierung der beiden Parteien trägt das wenig bei. Offenbar wollen immer mehr Wähler Parteien, die eindeutig Position beziehen und dabei das Risiko eingehen, dass diese Position nicht allen gefällt.

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