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Landeszeitung Lüneburg: Kommentar zu Managergehältern - Ein Gesetz gegen Volksverdummung

Lüneburg (ots)

Der Schluss ist logisch, der Schuss geht aber
nach hinten los. Die SPD fordert schon lange einen gesetzlichen 
Mindestlohn. Da liegt es zwar nahe, auch Höchstlöhne gesetzlich 
regeln zu wollen. Ebenso nahe liegt aber der Verdacht, dass es sich 
hier höchstens um Populismus handelt. Gewiss erhalten viele Manager 
Bezüge, die in keiner Relation mehr zum Gehaltsgefüge der 
Arbeitnehmer stehen. Wer hier nach einem Gesetz ruft, selbst aber vor
knapp drei Wochen für neun Prozent höhere Diäten, aber nur 
unwesentlich niedrigere Pensionen stimmte, sollte lieber schweigen. 
Oder gleich so konsequent sein und die Spielwiesen des Kapitalismus 
sperren, damit Börsenmakler, Fondsmanager und ausländische 
Staatsfonds ihren Einfluss verlieren. Sinnvoller wäre ein Gesetz 
gegen Volksverdummung. Anwendbar etwa auf die Ölmultis oder die 
Stromkonzerne. Die gewieften Strom-Manager begründeten ihre jüngsten 
Preiserhöhungen von bis zu 24 Prozent mit ,,gestiegenen 
Beschaffungspreisen". Sicher hat jeder Verständnis dafür, dass die 
armen Konzerne den Strom, den sie größtenteils selbst produzieren, 
für viel Geld einkaufen müssen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit 
betrifft jene Politiker, die sich im Zuge der geplanten 
Bahnprivatisierung für ,,Volksaktien" stark machen. Diese 
irreführende Bezeichnung soll Bürger davon überzeugen, etwas zu 
kaufen, was ihnen schon gehört.

Pressekontakt:

Landeszeitung Lüneburg
Werner Kolbe
Telefon: +49 (04131) 740-282
werner.kolbe@landeszeitung.de

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