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17.03.2010 – 19:40

Ostsee-Zeitung

Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Gesundheitskommission

Rostock (ots)

Gegen harten politischen Kampf ist nichts
einzuwenden, wenn das Ziel stimmt. Hier aber liegt Röslers Problem. 
Mit der Umstellung der bewährten solidarischen Finanzierung des 
Gesundheitssystem auf eine gleichmacherische Kopfpauschale ist er auf
einem Irrweg. Was soll ein System, das neue Lücken aufreißt, die 
hinterher wieder gestopft werden müssen? Das neue soziale 
Ungerechtigkeit schafft, um sie hinterher wieder auszugleichen, und 
das auch nur teilweise und um den Preis eines neuen bürokratischen 
Verfahrens? Wenn Rösler - und mit ihm die Bundeskanzlerin - die 
Besserverdienenden stärker zur Finanzierung des Gesundheitswesens 
heranziehen will, gibt es effektivere Wege. Warum nicht den 
Steuerzuschuss an den Gesundheitsfonds heraufsetzen und dafür den 
Beitragssatz zur Krankenkasse einfrieren oder gar senken? Damit 
würden auch die höheren Einkommen, die über der 
Beitragsbemessungsgrenze von aktuell 3750 Euro im Monat liegen, 
stärker zum Sozialausgleich herangezogen. Gleichzeitig würden die 
Lohnkosten von steigenden Gesundheitskosten entkoppelt.

Pressekontakt:

Ostsee-Zeitung
Thomas Pult
Telefon: +49 (0381) 365-439
thomas.pult@ostsee-zeitung.de

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