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Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Rettungsplan Schifffahrt

    Rostock (ots) - Den Schiffsfinanzierern droht die Luft auszugehen. Die Reeder stehen vor riesigen Nachschuss-Forderungen ihrer Banken. Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet Hamburg in dieser Situation mit einem Rettungsplan vorprescht. Hier sitzen die großen Reedereien - und auch die HSH-Nordbank hat in der Hansestadt ihre Firmenzentrale. Die angeschlagene und von Skandalen erschütterte Landesbank ist der größte Schiffsfinanzierer weltweit. Was bisher vom Hamburger Rettungsplan bekannt wurde, wirkt vor diesem Hintergrund wie regionale Standortpolitik. Eine HSH-Pleite käme die Hansestadt - und Schleswig-Holstein - ziemlich teuer. Mit Geld vom Bund ließe sich das Fiasko eventuell noch abwenden. Und am Ende könnten vor allem Werften in Korea vom deutschen Steuergeld profitieren, fürchten Kritiker. Das sind viele Zweifel, die die Macher des Rettungspaktes noch ausräumen müssen.

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