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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Lammerts Medienschelte

    Rostock (ots) - Wer gestern nicht bei der Bundestagssitzung dabei war, konnte sie auf Phoenix miterleben, dem öffentlich-rechtlichen Infokanal: ein eher belangloses Ereignis. Hätte das Spektakel dennoch im ersten oder zweiten Programm übertragen werden müssen? Bundestagspräsident Norbert Lammerts (CDU) erste Amtshandlung bestand darin, die gebührenfinanzierten Sender dafür zu rügen, dass sie ungerührt ihren üblichen Kitsch gesendet hätten statt ihrem Bildungsauftrag genüge zu tun und den Einmarsch der Volksvertreter im Hauptprogramm zeitgleich und in Farbe zu bieten. Lammerts Kritik ist selbstgefällig. Hätten ARD und ZDF gesendet, was sie auf Phoenix bewusst versteckten, sie hätten der Politik keinen Gefallen getan. Wo Inhalte fehlen und stattdessen eitle Rituale gepflegt und Platitüden abgesondert werden - wie auch vom Bundestagspräsidenten Lammert selbst -, da muss kein Zuschauer live dabei sein. Die Berichterstattung in den Abendnachrichten genügte vollauf.

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