Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA
Neue Dimension der Neurorehabilitation: Asklepios Klinik St. Georg eröffnet innovatives Ambulantes Neurologisches Therapiezentrum mit vier spezialisierten Reha-Labs
Hamburg (ots)
- Einzigartiges Therapieangebot in Norddeutschland
- Robotik, Virtual Reality und spezialisierte Gang-, Arm- und Kognitionstherapie unter einem Dach
- Asklepios hat 2,8 Millionen Euro aus Eigenmitteln investiert
Die Asklepios Klinik St. Georg hat heute in Anwesenheit von Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer das Ambulante Neurologische Therapiezentrum (NTZ) eröffnet - einen innovativen Ort für modernste neurologische Therapie in Hamburg. Mit hochmoderner Robotik, digitalisierten Trainingsräumen und interdisziplinären Teams bietet das NTZ ein umfassendes ambulantes Angebot für Patient:innen mit schweren neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Multipler Sklerose sowie kognitiven Einschränkungen und neuropsychologischen Defiziten. Ziel des Zentrums ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit zukunftsweisenden Technologien wie Robotik und Virtual Reality zu verbinden und so ambulante Therapien wirksamer, individueller und motivierender zu gestalten. Vor dem Hintergrund, dass in Hamburg rund 50.000 Menschen mit den Folgen eines Schlaganfalls leben, ist das neue Angebot von großer Relevanz. Ein zentrales Merkmal ist der interdisziplinäre Ansatz: Die Therapien finden in spezialisierten "Reha-Labs" statt und werden von allen beteiligten therapeutischen Disziplinen gemeinsam begleitet. Das NTZ schließt zudem eine Versorgungslücke für Menschen mit komplexen neurologischen Erkrankungen, indem es konventionelle Therapien mit Robotik, Virtual Reality und spezialisierter Gang-, Arm- und Kognitionstherapie unter einem Dach verbindet.In dieser Form ist das neue Angebot im norddeutschen Raum, wenn nicht sogar bundesweit, einzigartig. Asklepios hat rund 2,8 Millionen Euro aus Eigenmitteln in das NTZ investiert.
"Die Asklepios Klinik St. Georg wird mit dem Neurologischen Therapiezentrum zum Leuchtturm der Neurorehabilitation in Hamburg und darüber hinaus", sagte Asklepios CEO Joachim Gemmel anlässlich der Eröffnung. "Asklepios hat die Initiative unserer Therapeutinnen und Therapeuten in St. Georg gerne aufgegriffen. Wir haben das Projekt in der Geschäftsführung der Hamburger Asklepios Kliniken evaluiert und mit 2,8 Millionen Euro Eigenmitteln innerhalb weniger Monate umgesetzt. Bottom-Up-Innovation trifft Top-Down-Unterstützung - so stärken wir nicht nur den Klinikstandort St. Georg, sondern stärken auch den medizinischen Standort Hamburg nachhaltig und sichern der Hamburger Bevölkerung zukunftsweisende Therapien", so Joachim Gemmel, der auch Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH ist.
Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer: "Menschen mit Schlaganfallfolgen, Parkinson, Multipler Sklerose oder kognitiven Einschränkungen brauchen gezielte Unterstützung auf ihrem Weg zurück in den Alltag. Das neue Neurologische Therapiezentrum verbindet moderne Therapien mit innovativer Medizintechnologie und eröffnet Patientinnen und Patienten neue Chancen auf mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität. Dieses Zentrum steht beispielhaft dafür, warum Hamburg die Gesundheitsmetropole des Nordens ist."
"Das Neurologische Therapiezentrum überträgt stationäre Qualitätsstandards in den ambulanten Bereich und schließt die Lücke nach der stationären Rehabilitation durch intensive, leitlinienbasierte Therapien mit Fokus ausschließlich auf neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, MS oder Parkinson", erläutert Dr. med. Ernst Walther, Chefarzt der Abteilung für Frührehabilitation im Zentrum für Kopf- und Neuromedizin der Asklepios Klinik St. Georg. "Mit dem Neurologischen Therapiezentrum haben wir einen Ort geschaffen, an dem moderne Robotik, digitale Technologien und persönliche therapeutische Beziehung zusammenkommen. Unser Anspruch ist es, Neurorehabilitation alltagsnah, evidenzorientiert und auf hohem technischem Niveau anzubieten - und damit die Teilhabe unserer Patient:innen spürbar zu stärken."
"Die Idee für ein Neurologisches Therapiezentrum ist aus der stationären Versorgung heraus entstanden. Wir haben bewusst das Beste aus dem stationären Sektor übernommen - und gezielt weitergedacht", sagt Matthias Diener, therapeutischer Leiter des NTZ, der das Projekt zusammen mit seiner Kollegin Mira Spitkowski initiiert hat. "Viele Patient:innen benötigen auch nach der Entlassung eine intensive, spezialisierte und koordinierte Nachsorge. Genau das können wir mit dem NTZ bewirken, indem stationäre Qualität, moderne Technologie und interdisziplinäre Zusammenarbeit im ambulanten Raum nahtlos weitergeführt werden", sagt Mira Spitkowski.
Vorteile des Ambulanten Neurologischen Therapiezentrums (NTZ)
Das Ambulante Neurologische Therapiezentrum konzentriert sich ausschließlich auf neurologische Erkrankungen - von angeborenen bis erworbenen Störungen des Nervensystems. Ein multiprofessionelles Team aus Physio- und Ergotherapie übernimmt die ambulante neurologische Versorgung und entwickelt die Konzepte im laufenden Betrieb kontinuierlich weiter. High-End-Robotik und VR-Technologien (z. B. Lokomat, Lexo, Armeo, STIMP, Cureo-VR) ermöglichen hochrepetitives, evidenzbasiertes Training in spezialisierten Labs. Es bündelt interdisziplinäre Teams (Physio-, Ergo-, Logopädie) unter einem Dach für hohe Therapiefrequenz (mehrere Stunden pro Woche), was Fahrzeiten und organisatorischen Aufwand minimiert. Das entlastet Patient:innen und schafft auch für Angehörige mehr zeitlichen Freiraum im Alltag.
Neurologische Erkrankungen sind komplex und betreffen meist mehrere Funktionsbereiche gleichzeitig - Bewegung, Wahrnehmung, Denken, Kraft und Alltag. Genau hier setzt das Neurologische Therapiezentrum der Asklepios Klinik St. Georg an. Dort arbeiten hoch spezialisierte Therapeutinnen und Therapeuten, die sich ausschließlich auf neurologische Krankheitsbilder konzentrieren. Diese Spezialisierung ermöglicht eine besonders gezielte, sichere und leitlinienbasierte Therapie.
Durch den interdisziplinären Ansatz haben Patient:innen die Möglichkeit, alle relevanten Therapieaspekte unter einem Dach abzudecken: Gangrehabilitation, Arm- und Handfunktion, kognitive Leistungsfähigkeit sowie Kraft- und Ausdauertraining. Die Therapie greift dabei ineinander und baut strukturiert aufeinander auf. Ein besonderer Vorteil ist dabei die hohe Therapiefrequenz: Patient:innen können - wenn sie in mehreren Labs aktiv sind - mehrere Stunden pro Woche im Zentrum trainieren. Lange, intensive Therapiezeiten ermöglichen ein evidenzbasiertes, hochrepetitives Training, das nachweislich bessere Ergebnisse in der Neurorehabilitation erzielt.
Das leisten die spezialisierten Reha-Labs
Das NTZ gliedert sich in vier spezialisierte Bereiche: das Walk-Lab für robotikgestützte Gangtherapie, das Arm-Lab für die obere Extremität, das Cogni-Lab für kognitive Therapie und das Functional Lab für funktionelles Kraft- und Ausdauertraining. Ziel ist es, Patient:innen vom Rollstuhl bis zur möglichst vollständigen Alltagsintegration entlang eines durchdachten, interdisziplinären Behandlungspfads zu begleiten. Im Detail:
- Walk-Lab: Gangrehabilitation - vom ersten Schritt bis zu sicherem, selbstständigem Gehen. Im Walk-Lab bilden robotikgestützte Gangsysteme wie Lexo und Omego plus das Herzstück einer intensiven, sicheren und evidenzbasierten Gangtherapie für Patient:innen mit neurologischen Einschränkungen. Im modernen Therapieraum wird hochfrequentes, funktionelles Gangtraining unter enger therapeutischer Supervision angeboten.
- Arm-Lab: Arm- und Handfunktion - vom passiven Training bis zu feinmotorischen, alltagsrelevanten Bewegungen. Das Arm-Lab ist mit einem breiten Portfolio moderner Robotik- und Therapiesysteme für die obere Extremität ausgestattet, darunter Amadeo, Diego, Myro, Pablo, der SRT-Circle sowie der deutschlandweit erste STIMP von Dessintey. Der STIMP unterstützt einen strukturierten Forced-Use-Ansatz, reduziert kompensatorische Strategien und fördert motorisches Lernen und kortikale Reorganisation im neurologischen Kontext.
- Cogni-Lab: Kognition - Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Planung, Sprache, Alltagsaufgaben; spielerisch, VR-unterstützt, auch in Gruppen trainierbar. Im Cogni-Lab trainieren Patient:innen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Exekutivfunktionen mithilfe adaptiver Hirnleistungsprogramme, die sich dynamisch an das individuelle Leistungsniveau anpassen. Zum Einsatz kommen unter anderem CogniShine, RehaCom sowie Cureo-VR-Technologien, die Einzel- und Gruppentherapien in virtuellen Welten ermöglichen und kognitive, motorische und soziale Ziele miteinander verbinden.
- Functional Lab: Kraft, Ausdauer und Ganzkörpertraining - für Rollstuhlfahrer bis fitte Patient:innen, mit Tracking, Biofeedback und sozialem Gruppentraining. Das Functional Lab bietet rollstuhlgerechte, digital gesteuerte Trainingsgeräte, die ein frühzeitiges, sicheres Kraft-, Ausdauer- und funktionelles Training direkt aus dem Rollstuhl ermöglichen. Alle Geräte sind voll digitalisiert, stellen sich automatisch auf die jeweilige Person ein und können zentral gesteuert werden, was die Dokumentation vereinfacht und die Trainingssteuerung präzise unterstützt.
Videointerview " Robotik gestützte Bewegungstherapie bei neurologischen Krankheiten"
mit Matthias Diener, Leitung Ambulantes Neurologisches Therapiezentrum, Asklepios Klinik St. Georg
Weitere Informationen auf der Internetseite: Ambulantes Neurologisches Therapiezentrum, Asklepios Klinik St. Georg.
Gut für Hamburg
Mit dem Ambulanten Neurologischen Therapiezentrum bereichert die Asklepios Klinik St. Georg das Angebot im Bereich der Neurologie der Asklepios Kliniken Hamburg. Die Asklepios Klinik St. Georg gehört zu den sieben Kliniken, davon vier Krankenhäuser der Maximalversorgung, die Asklepios in Hamburg betreibt. Dazu kommen vielfältige ambulante fachärztliche und therapeutische Angebote in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), psychiatrischen und psychosomatischen Institutsambulanzen sowie Therapiezentren. Patient:innen profitieren bei der Neurorehabilitation von der interdisziplinären Behandlung innerhalb der Kliniken und der standortübergreifenden Zusammenarbeit in den Asklepios Kliniken Altona, Harburg, Nord und St. Georg. Bereits seit 20 Jahren ist Asklepios ein verlässlicher Partner im Hamburger Gesundheitswesen und versorgt rund die Hälfte aller Krankenhauspatient:innen in der Hansestadt. Die intensive Zusammenarbeit von Spezialist:innen aus 28 medizinischen Disziplinen in standortübergreifenden Fachgruppen und interdisziplinären Netzwerken sichert eine besonders hohe Behandlungsqualität. Gemeinsam sorgen die unterschiedlich spezialisierten Expert:innen im Team für eine flächendeckende Spitzenmedizin für alle.
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