Asklepios Kliniken

Taub und trotzdem hörend
Neue Leiterin des Hanseatischen Cochlea Implantat Zentrums (HCIZ) ist selbst ertaubt - ihre Patienten versteht sie trotzdem bestens

HNO-Ärztin Dr. Veronika Wolter weiß genau, wie es ist, hörgeschädigt zu sein: Sie trägt selbst ein Cochlea Implantat / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65048 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Asklepios Kliniken"
HNO-Ärztin Dr. Veronika Wolter weiß genau, wie es ist, hörgeschädigt zu sein: Sie trägt selbst ein Cochlea Implantat / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65048 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Asklepios Kliniken"

Hamburg (ots) - Das Hanseatische Cochlea Implantat Zentrum (HCIZ) (http://ots.de/WaVRAd) mit Sitz an der Asklepios Klink Nord - Heidberg hat eine neue Leitung: Oberärztin Dr. Veronika Wolter. Die 36-Jährige weiß, was es bedeutet, wenn Menschen nicht mehr hören können - sie ist selbst ertaubt.

Es ist die unumgängliche Stille, die weltweit 466 Millionen Hörgeschädigten das Leben erschwert. "Ich weiß genau, wie es ist, hörgeschädigt zu sein. Von normal hörend bis zur Taubheit habe ich alles selbst erlebt", sagt Dr. Veronika Wolter, neue Leiterin des HCIZ der Hamburger Asklepios Kliniken am Standort Nord - Heidberg. Im Alter von neun Jahren erkrankte sie an einer Hirnhautentzündung, nach der sie zunächst mittel-, später dann hochgradig und an Taubheit grenzend hörgeschädigt war. "Das war damals ein Schock für mich und meine Eltern, als wir erfuhren, dass ich einen dauerhaften Hörschaden davongetragen habe", erinnert sich die Ärztin. Trotz dieser Behinderung absolvierte sie die Schule und später ihr Medizinstudium. "Ich war meine gesamte Kindheit und Jugendzeit auf der Suche nach einer Lösung, mit der ich wieder gut hören und normal leben konnte. Da lag es für mich nahe, selbst Ärztin zu werden - und mir und anderen zu helfen."

2009 begann sie ihre Facharztausbildung zur Hals-, Nasen-, Ohrenärztin an der Medizinischen Hochschule Hannover, dem weltweit größten Cochlea Implantat Zentrum. Mit 28 Jahren ließ sie sich aufgrund ihrer fortschreitenden Schwerhörigkeit selbst mit einem Cochlea Implantat versorgen. Dieses winzige Hightech-Gerät wandelt akustische Signale, also Sprache und Geräusche, in elektrische Impulse um, die dann von einer Elektrode auf den Hörnerv übertragen werden. Mediziner bezeichnen es auch als ein künstliches Innenohr, da es die Aufgabe der defekten Haarzellen im Innenohr vollständig ersetzen und übernehmen kann. Die Entscheidung, sich ein neues, künstliches Innenohr einpflanzen zu lassen, hat Dr. Wolter nie bereut: "Viele Patienten sind überrascht, wenn sie hören, dass ich selbst Cochlea implantiert bin. Dank des Implantats kann ich wieder fast normal hören, meine Schwerhörigkeit fällt daher meistens überhaupt nicht auf."

Die Karriere der engagierten Medizinerin nahm weiter ihren Lauf: Anfang 2012 wechselte Dr. Wolter ins Martha Maria-Krankenhaus nach München, in dem damals gerade eine neue HNO-Abteilung aufgebaut wurde. Dort etablierte sie ein eigenes Cochlea Implantat Zentrum mit einem speziellen Nachsorgeprogramm, das erste dieser Art in Bayern. Seit August 2018 hat sie nun als Oberärztin die Leitung des HCIZ der Asklepios Kliniken Hamburg am Standort Nord inne. "Ich setze auf eine umfassende Versorgung der Patienten von Anfang bis Ende. Neben der Diagnostik und operativen Versorgung liegt mir besonders die Nachsorge am Herzen. Deshalb möchte ich im HCIZ ein neues Nachsorgeprogramm mit erweiterten Strukturen aufbauen, das Betroffene langfristig begleitet." Ein Leben mit Hörschaden muss ihrer Ansicht nach heutzutage keine Bürde mehr sein: "Es gibt für jedes Hörproblem eine Lösung. Ich möchte Betroffene dabei unterstützen, die individuell richtige Therapie für ihre Lebenssituation zu finden."

Über das Hanseatische Cochlea Implantat Zentrum (HCIZ) in Hamburg

Hörschäden nehmen seit Jahren messbar zu: In Deutschland leben 15 Millionen Schwerhörige, nahezu jeder über 65 Jahre ist mindestens leichtgradig betroffen, aber auch immer mehr junge Menschen sind im Alltag auf ein Hörgerät angewiesen. Allein in Hamburg leben ca. 67.000 Menschen mit Hörschäden. Um die Versorgungssituation in der Metropolregion Hamburg zu verbessern und wohnortnah zu helfen, haben die Hamburger Asklepios HNO-Kliniken Altona, Harburg, Nord und St. Georg das Hanseatische Cochlea Implantat Zentrum (HCIZ) (http://ots.de/4FIDbj) am Standort Heidberg der Asklepios Klinik Nord gegründet. Das Zentrum bietet schwerhörigen und tauben Patienten eine optimale medizinische Versorgung: Beratung, Diagnostik, Operation, audiologische Anpassung und Nachsorge sind hier an einem Ort gebündelt. Sogar eine eigene Station für hörgeschädigte Kinder ist vorhanden. Demnächst wird zudem die gesamte Abteilung des HCIZ am Standort Heidberg für Hörgeschädigte schalloptimiert umgebaut, so dass alle Betroffenen sich dort barrierefrei bewegen können.

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