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Stärkung des Jugendmedienschutzes im Bereich Computer- und Videospiele verabredet

Berlin (ots)

Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) ruft 
   mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen eine Initiative ins 
   Leben
Auf dem "Runden Tisch der Verantwortung" hat heute der 
Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) zusammen 
mit wichtigen gesellschaftlichen Kräften die "Initiative 
gesellschaftliche Verantwortung" ins Leben gerufen. Ziel dieser 
Initiative ist die Stärkung des Jugendmedienschutzes sowie die 
Aufklärung über Chancen und Risiken von Computer- und Videospielen. 
Die Initiative umfasst die folgenden Eckpunkte:
- Steigerung der Medienkompetenz von Eltern, Pädagogen (Erziehern 
     und Lehrern) sowie weiteren erzieherisch verantwortlichen 
     Personen
   - Förderung der Bildungskompetenzen von Kindern und Jugendlichen 
     durch Computer- und Videospiele
   - Aufklärung über mögliche Risiken durch falsche Nutzung 
     virtueller Spiele
   - Stärkung der für die Computer- und Videospiele-Industrie 
     relevanten Ausbildungsbereiche
   - Förderung wissenschaftlicher Forschungsaktivitäten im Bereich 
     von Computer- und Videospielen
   - Sensibilisierung zum sachgerechten Umgang mit Computer- und 
     Videospielen
"Die Tatsache, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern 
über einen sehr hohen Jugendmedienschutz verfügt, sollte uns nicht 
daran hindern, Schwachpunkte zu erkennen. Beim Jugendschutz muss 
immer wieder `nachjustiert´ werden, damit wir auf der Höhe der 
gesellschaftlichen Entwicklung bleiben. Sowohl die Werte unserer 
Gesellschaft als auch die sich verändernden technischen Möglichkeiten
müssen ständig Gegenstand der Diskussion sein.", sagte Kerstin Griese
(SPD, Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und 
Jugend im Deutschen Bundestag) im Anschluss an den Runden Tisch. "Vor
diesem Hintergrund begrüßen wir, dass die Wirtschaft Verantwortung 
übernimmt.", so Griese weiter.
Unter Einbeziehung der Kompetenzen von Bund, Ländern, Kommunen, 
Wissenschaft, Bildung und Jugendmedienschutz wurden heute mögliche 
Defizite des deutschen Jugendmedienschutzsystems in Bezug auf 
Computer- und Videospiele diskutiert. Ergebnis ist, dass Deutschland 
im Allgemeinen ein funktionierendes System aufweist. In einzelnen 
Bereichen ist jedoch eine Optimierung notwendig - insbesondere bei 
der Umsetzung bestehender gesetzlicher Vorgaben.
Als konkreter Lösungsansatz ist auf Vorschlag der Computer- und 
Videospiele-Industrie die "Initiative gesellschaftliche 
Verantwortung" ins Leben gerufen worden.
"Die Industrie hat in den vergangenen Jahren eine Menge zum Schutz
von Kindern und Jugendlichen beigetragen. Hierzu gehört zum Beispiel 
die Einführung der Alterskennzeichnungen auf den Spielpackungen und 
die Umsetzung technischer Kontrollsysteme", sagte Thomas Zeitner, 
Vorstandssprecher des Bundesverband Interaktive 
Unterhaltungssoftware, heute auf der anschließenden Pressekonferenz. 
"Wir wollen aber bei dem Erreichten nicht stehen bleiben und 
übernehmen ganz konkret Verantwortung und ergreifen daher noch 
weitere Maßnahmen.", so Zeitner weiter.
"Wir haben heute die Eckpunkte der Initiative konkretisiert. In 
den nächsten Wochen werden wir nun zusammen mit weiteren themennahen 
Partnern diesen Rahmen mit Leben füllen. Dazu gehört 
selbstverständlich auch die organisatorische Verankerung der 
Initiative. Das kann eine Stiftung oder eine andere mögliche 
Organisationsform sein", betonte Zeitner.
Auf Einladung des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware 
e.V. (BIU) trafen sich heute in Berlin die wichtigsten 
politisch-gesellschaftlichen Kräfte aus Politik, Wissenschaft, 
Wirtschaft, Bildung sowie Kinder- und Jugendschutz zum "Runden Tisch 
der Verantwortung". Dieser wurde im Februar 2007 auf Anregung der 
Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, initiiert. Teilgenommen 
haben unter anderem Kerstin Griese (SPD, Vorsitzende des Ausschusses 
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Deutschen Bundestag), 
führende Vertreter der Bundesländer, Wolfgang Schulz, als 
Geschäftsführer des Hans-Bredow-Institutes, sowie Vertreter von 
Kinder- und Jugendschutz, Polizei und Wissenschaft.
Die Teilnehmer erörterten Fragen zum Schutz von Kindern und 
Jugendlichen in drei Themenbereichen. Ergebnis ist unter anderem, 
dass
- das Thema Medienkompetenz ein zentraler Aspekt für einen 
     funktionierenden Jugendmedienschutz ist. Die Teilnehmer setzen 
     sich daher dafür ein, bestehende Angebote für die Schaffung von 
     Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche sowie Eltern und 
     Pädagogen zu fördern, auszubauen und zu verbessern.
   - zur Sicherung des Jugendmedienschutzes alle gesellschaftlichen 
     Kräfte aufgerufen sind, die Altersfreigaben der Computerspiele 
     zu beachten, ihre Einhaltung zu gewährleisten und Verstöße nicht
     als "Kavaliersdelikt" zu sehen, sondern diesen konsequent 
     entgegenzutreten.
   - Computer- und Videospiele keine kulturellen Randbereiche sind, 
     sondern als eigenständiger Entertainment-Bereich ihren Einzug in
     die Alltagskultur gefunden haben.
Über den BIU
Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) 
wurde 2005 gegründet. Mittlerweile sind 12 Mitglieder im BIU 
organisiert, die einen Marktanteil von mehr als 80 % am deutschen 
Computer- und Videospielmarkt repräsentieren. Der BIU ist die 
Interessengemeinschaft der Anbieter und Produzenten von 
Unterhaltungssoftware in Deutschland und steht als kompetenter 
Ansprechpartner für Medien sowie politische und gesellschaftliche 
Institutionen zur Verfügung.

Kontakt:

Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.
Rungestraße 18
D-10179 Berlin
Tel.: ++49-30-2408779-0
Fax.: ++49-30-2408779-11
http://www.biu-online.de/
Email: presse@biu-online.de

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