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Glyphosat: Letzte Ausfahrt - Produkt-Verbot

Letzte Chance für Verbot von Glyphosat-Produkten: EU weist auf mögliche Gesundheitsgefahren von Wirkstoff-Mischungen hin

Verden, 17. März 2018. Ab heute muss die Bundesregierung über die weitere Zulassung von Spritzmitteln mit Glyphosat entscheiden. Nach der EU-Zulassung für Glyphosat hatten die Pestizid-Hersteller eine Frist bis zum 16. März, nationale Zulassungen für Pestizide zu beantragen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entscheidet gemeinsam mit weiteren Behörden, ob diese Pestizide für fünf weitere Jahre verkauft und eingesetzt werden dürfen.

"Das ist jetzt die letzte Chance, Glyphosat in Deutschland zu verbieten", sagt Gerald Neubauer von Campact. "Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) dürfen nicht zulassen, dass Pestizide mit Glyphosat noch bis 2023 verkauft werden dürfen". In Deutschland sind aktuell 37 Glyphosat-Pestizide von zwölf Firmen mit 105 Handelsnamen auf dem Markt. Die meisten Zulassungen laufen Ende 2018 aus.

Für den Einsatz in Pestiziden wie Roundup der Firma Monsanto wird Glyphosat mit weiteren Chemikalien gemischt. Die EU-Kommission und die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA haben darauf hingewiesen, dass von diesen Mischungen Gesundheitsgefahren ausgehen können. So gebe es Hinweise, dass diese Mischungen das Erbgut schädigen oder Krebs auslösen können. Die EU hat bisher nur die gesundheitlichen Gefahren von reinem Glyphosat untersucht. Die Prüfung der Mischungen in Pestizid-Produkten ist Aufgabe der nationalen Behörden.

Campact setzt sich seit Jahren für ein Glyphosat-Verbot ein. Das Gift steht im Verdacht, das Tumor-Wachstum zu begünstigen. Außerdem vernichtet es alle unerwünschten Samen und Pflanzen, so dass Insekten wie Bienen keine Nahrung finden und dadurch auch Amphibien und Vögel hungern.

Fast 450.000 Menschen haben inzwischen den Appell zum Verbot von Glyphosat in Deutschland unterschrieben ( https://www.campact.de/glyphosat/). Darüber hinaus hatte Campact seit Februar 2017 in einem europaweiten Bündnis über 1,3 Millionen Unterschriften in 28 Ländern für ein Verbot gesammelt. Dessen ungeachtet hatte die EU den Wirkstoff im Dezember 2017 für weitere fünf Jahre zugelassen.

Achtung Redaktionen:

Pressefotos zu den bisherigen Protesten stellen wir gern kostenfrei zur Verfügung: https://www.flickr.com/photos/campact/albums/72157683808780084

Weitere Infos im Facsheet "Die Mischung macht's"

Svenja Koch, Campact-Pressestelle,  koch@campact.de, 04231 957 590 (auch mobil),
Artilleriestraße 6, 27283 Verden
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