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3sat-Preis an Susanne Kennedy verliehen
Auszeichnung für "Fegefeuer in Ingolstadt" beim Theatertreffen Berlin
"Genau diese künstlerische Innovationskraft soll gefördert werden"
Sendetermin 10.5.

Mainz (ots) - Gestern Abend, am 7. Mai, ist Regisseurin Susanne Kennedy im Rahmen einer öffentlichen Aufführung des Theatertreffens Berlin für ihre Inszenierung von Marieluise Fleißers "Fegefeuer in Ingolstadt" an den Münchner Kammerspielen mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet worden. "Susanne Kennedy steht für eine junge Generation von Theatermachern, die stark von anderen Medien wie Film und bildender Kunst beeinflusst sind und radikale, konsequente Wege in ihrer Arbeit gehen", so die 3sat-Koordinatorin Dinesh Kumari Chenchanna bei der Verleihung in Berlin. "Es ist genau diese künstlerische Innovationskraft, die mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet und gefördert werden soll, um das Theater für die multi-medial geprägte, medien-affine Generation attraktiv zu machen." 3sat vergibt die Auszeichnung an eine oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der zum Theatertreffen eingeladenen Ensembles für eine richtungsweisende künstlerisch-innovative Leistung. Der 3sat-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Jury gehörten Christoph Leibold, Theaterkritiker und Mitglied der Theatertreffen-Jury, Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, und Wolfgang Horn, Redakteur bei 3sat, an.

Das meinen die Jury-Mitglieder zu "Fegefeuer in Ingolstadt": "In seiner Konsequenz ist der Abend bestechend. Wie Schaufensterpuppen stehen die Figuren auf der Bühne. Die Körper sind starr, bewegen sich mechanisch. Neonhell ausgeleuchtet ist der karge Raum: Ein Tisch zwei Stühle, ein Kreuz an der Wand. Hier herrscht Enge, räumlich und vor allem im Kopf. Eine kühle Installation von kleinbürgerlicher Enge und religiösem Wahn, die mit ihren verstörend schönen Bildern lange nachwirkt. Ein Schaukasten der Grausamkeiten."

Marieluise Fleißers Drama "Fegefeuer in Ingolstadt" von 1924, sprachlich ebenso archaisch wie poetisch, wird nur selten gespielt, doch in der Inszenierung der jungen Regisseurin Susanne Kennedy zeigt sich, wie allgemeingültig die Geschichte vom Erwachsenwerden in der Provinz doch ist. Besonders ist auch, dass der Text vollständig aus dem Off eingespielt wird, die Schauspieler bewegen ihre Lippen synchron.

Als Medienpartner des Theatertreffens der Berliner Festspiele zeigt 3sat in diesem Jahr drei "Starke Stücke". Zwei dieser Sendeterminen stehen noch aus:

Samstag, 10. Mai, 20.15 Uhr 
Fegefeuer in Ingolstadt
(Münchner Kammerspiele) von Marieluise Fleißer
Regie: Susanne Kennedy, (3sat-Preisträgerin)

Samstag, 17. Mai, 20.15 Uhr
Onkel Wanja (Schauspiel Stuttgart) von Anton Tschechow
Regie: Robert Borgmann 

Hinweis für Journalisten: Hier finden Sie Informationen zu allen drei "Starken Stücken" in 3sat: https://pressetreff.3sat.de/start/artikel/starke-stuecke-vom-51-theatertreffen-berlin/

Ein Foto von der Preisverleihung finden Sie unter: http://pressefoto.zdf.de/presse/3satpreis2014

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