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NABU

NABU fordert Novellierung des Bundeswasserstraßengesetzes

Bonn (ots)

Angesichts der anhaltenden Hochwasserkatastrophe hat
der Naturschutzbund NABU die Bundesregierung zur Novellierung des
Bundeswasserstraßengesetzes aufgefordert. "Flüsse und Bäche müssen in
unbewohnten Gebieten endlich den notwendigen Überflutungsraum
erhalten, damit die Flussanrainer von weiteren Katastrophen verschont
werden", sagte Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Antiquierte
Ausbauphantasien insbesondere an der Unteren Mittelelbe zerstörten
nicht nur das ökologische Potenzial dieser in Mitteleuropa
einzigartigen Region, sondern verschärften darüber hinaus das
Hochwasserproblem. "Verkehrsminister Bodewig muss dem ökologischen
und ökonomischen Unfug des Ausbaus der Unteren Mittelelbe endlich
beerdigen", so der NABU-Bundesgeschäftsführer. Die noch im
Bundeshaushalt vorgesehenen 100 Millionen Euro Ausbau-Mittel sollten
zugunsten von Deichrückverlegungen und Hochwasseropfer-Hilfe
umgeschichtet werden.
Eine nachhaltige Siedlungs- und Verkehrspolitik sei neben
wirksamen Klimaschutzmaßnahmen der Schlüssel für eine Verhinderung
oder zumindest Reduzierung weiterer Flutkatastrophen. "Wer weiterhin
Flächen versiegelt und Flüsse kanalisiert, kann jetzt schon darüber
nachdenken, wo er jährlich weitere Milliarden Euro für die Folgen von
Hochwasserschäden auftreiben möchte", sagte Billen. Die Beendigung
des föderalen Gerangels um die Zuständigkeit für die großen deutschen
Flüsse bezeichnete Billen als weitere Voraussetzung für eine
vorsorgende Wasserstraßenpolitik.
Für Rückfragen:
NABU-Pressestelle, 
Tel. 0228-4036-141
Im Internet zu finden unter http://www.nabu.de

Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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