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25.03.2004 – 10:26

Greenpeace e.V.

Bücher können Wälder retten
Auf der Leipziger Buchmesse: erste Erfolge einer Greenpeace-Literaturinitiative

Hamburg (ots)

Die ersten Erfolge der
Initiative "AutorInnen und Verlage für die Urwälder", stellt
Greenpeace heute auf der Leipziger Buchmesse vor. In Zusammenarbeit
mit Greenpeace bringt der Branchenriese Bertelsmann im Omnibus-Verlag
eine neue Reihe Jugend- Umweltkrimis heraus - gedruckt auf
100-prozentigem Recyclingpapier. Die ersten zwei Bände von Krimiautor
Nicolaus Roth ("Das Solar- Komplott", "Wale in Gefahr") werden auf
der diesjährigen Messe veröffentlicht. Auch Elke Heidenreich,
Cornelia Funke, Günter Grass und andere bekannte Autoren publizieren
bereits auf Recyclingpapier oder wollen es zukünftig tun, um die
letzten Urwälder zu schonen.
Passend zum ökologisch einwandfreien Buchpapier beschreibt Roth in
seinen Krimis die Abenteuer junger Umweltschützer. "Egal ob Buch,
Fensterrahmen oder Schreibtischplatte - in keinem Fall müsste dafür
auch nur ein Urwaldriese der Kettensäge zum Opfer fallen, wäre da
nicht die unheilvolle Allianz aus Dummheit und Geldgier bei den
Verantwortlichen sowie Unwissenheit bei den meisten Verbrauchern",
sagt Roth. "Um so mehr freut es mich, dass ich mit meinen Büchern ein
klein wenig gegen die Unwissenheit anschreiben kann."
In vielen Ländern engagieren sich Autoren und Verlage inzwischen
mit Greenpeace für den Urwaldschutz. In Kanada haben sich bis heute
über 70 Verlage und 40 Autoren, darunter Yann Martel (nominiert für
den Deutschen Bücherpreis) und Margaret Atwood, der Initiative
angeschlossen. Bestsellerautorin Isabel Allende hat vor einigen
Wochen ihren Verlag Random House Spanien dazu bewegt, schrittweise
auf urwaldfreundliche Papiere um zu stellen.
"An unserem Messestand sind viele Bücher ausgestellt, die zeigen,
dass eine Umstellung auf Papiere aus Recyclingmaterialien problemlos
und ohne Qualitätseinbußen möglich ist", sagt Greenpeace-
Waldexpertin Denise Völker in Leipzig. Für interessierte Verlage hält
Greenpeace einen Ratgeber zur Umstellung auf hochwertiges
Recyclingpapier oder Papier aus ökologischer Waldnutzung mit dem
Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC) bereit.
Ein Umdenken bei Buch- und Zeitungsverlagen ist ein wesentlicher
Schritt zum Schutz der letzten Urwälder. Rund 80 Prozent der Urwälder
sind heute bereits zerstört. Vor allem in den nordischen Wäldern,
also in Kanada, Nordeuropa und den Weiten Sibiriens wird ein Großteil
des eingeschlagenen Holzes zu Zellstoff verkocht und zu Papier
verarbeitet. Um die verbliebenen Ökosysteme und artenreiche
Lebensräume zu erhalten, muss der Papierverbrauch gesenkt und der
Einsatz von Recyclingpapier verstärkt werden.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Denise Völker, Tel.
0160-75 89 225 und Pressesprecherin Simone Miller, Tel. 0171-870 66
47. Fotos erhalten Sie unter Tel. 040-30618-376. Informationen zum
Programm von Greenpeace in Leipzig lassen wir Ihnen gerne zukommen.
Internet: www.greenpeace.de/urwald.
ots-Originaltext: Greenpeace e.V.
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Internet: www.greenpeace.de

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