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Greenpeace e.V.

Greenpeace-Aktion gegen illegalen Holzhandel
Holzfirma Wijma stiehlt Tropenhölzer in Kamerun

Drensteinfurt/Westfalen (ots)

Gegen den illegalen Einschlag von
Tropenholz in Kamerun protestieren heute 20 Greenpeace-Aktivisten vor
der deutschen Niederlassung der holländischen Holzhandelsfirma Wijma
in Drensteinfurt, Westfalen. Mit dem Transparent "Wijma - illegaler
Einschlag in Kamerun" prangern die Umweltschützer die Firma dafür an,
auch außerhalb ihres genehmigten Gebietes wertvolle Hölzer wie
Bongossi einzuschlagen. Das Holzlager in Drensteinfurt erhält
regelmäßig Lieferungen aus Kamerun. Die Stämme werden in Deutschland
zu Türen, Fensterrahmen und Parkett verarbeitet.
"Wijma ist eine der skrupellosesten Holzfirmen weltweit", sagt
Greenpeace-Waldexpertin Sandra Pfotenhauer, die dem illegalen
Einschlag in Kamerun auf die Spur gekommen ist. "Die Firma weitet ihr
Einschlaggebiet ohne Erlaubnis aus. Dazu werden riesige Straßen in
den Wald gebaut, um den Wald zu plündern und das Holz gegen den
Willen der Bevölkerung wegzuschaffen." Wijma zerstört durch den
Straßenbau auch die Kakao- und Bananenplantagen der lokalen
Bevölkerung. In den bedrohten Waldgebieten leben noch Gorillas,
Schimpansen und Waldelefanten.
Greenpeace hatte während einer Recherche in Kamerun im Juli 2002
den Diebstahl der Firma Wijma zusammen mit der britischen
Organisation "Forest Monitor" verfolgt und dokumentiert. In einem
Umkreis von fünf Kilometern außerhalb ihrer Gebietsgrenzen konnte
Greenpeace der Firma illegalen Holzeinschlag nachweisen. "Die Stämme,
die wir außerhalb der genehmigten Gebiete gefunden haben, trugen das
Firmenzeichen der Firma Wijma GWZ. Sie waren zudem mit der Nummer
eines entfernten Gebietes gekennzeichnet, um vorzutäuschen, dass sie
aus legalem Einschlag stammen", erklärt Pfotenhauer.
Bereits vor zehn Jahren hat sich die Bundesregierung auf dem
Umweltgipfel in Rio zum Erhalt der Artenvielfalt verpflichtet und
zugesagt, Entwicklungsländer im Artenschutz zu unterstützen. Bis
heute gibt es jedoch noch keine wirksamen Maßnahmen, um die
Urwaldzerstörung zu stoppen und den Handel mit illegal
eingeschlagenem Holz zu unterbinden. Greenpeace fordert, auf dem
derzeit stattfindenden UN-Umweltgipfel in Johannesburg verbindliche
Abkommen zu beschließen, um die Aktivitäten der Forst- und
Holzindustrie zu kontrollieren. Zudem muss die Forst- und
Holzindustrie für die ökologischen und sozialen Folgeschäden ihrer
Urwaldzerstörung haftbar gemacht werden können. Nur so lässt sich die
weitere Zerstörung der letzten Urwälder verhindern.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Sandra Pfotenhauer, Tel.
0171-6035532, und Pressesprecherin Simone Miller, Tel. 0171-8706647.
Fotos von der Recherche aus Kamerun erhalten Sie unter Tel.
040-30618-376. BetaSP-Material aus Kamerun und von der Demonstration
in Drensteinfurt erhalten Sie unter Tel. 040-30618-375. Weitere
Informationen zur Urwaldzerstörung in Kamerun lassen wir Ihnen gerne
zukommen.
Internet: www.greenpeace.de/urwald

Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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