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10.12.2010 – 12:56

Greenpeace e.V.

Proteste von Greenpeace und deutschen Verlegern erfolgreich: Urwald in Nordfinnland wird geschützt

Helsinki/Hamburg (ots)

10. 12. 2010 - In Nordfinnland sind seit heute 1500 Quadratkilometer Urwald vor den Kettensägen der Papierindustrie geschützt. Ein entsprechender Vertrag ist in Helsinki vom finnischen Forstamt und den Ureinwohnern der Region, den Saami, unterzeichnet worden. Greenpeace und große deutsche Zeitungs- und Zeitschriftenverlage haben sich seit zehn Jahren für ein Schutzgebiet eingesetzt. Deutsche Verlage sind Finnlands wichtigste Papierkunden. Jetzt ist eine Fläche von der sechsfachen Größe des Nationalparks Bayerischer Wald für mindestens 20 Jahre sicher. Von den geschützen Wäldern profitieren vor allem die traditionellen Rentierzüchter der Saami. Die Züchter brauchen die Urwlälder, um im Winter ausreichend Nahrung für ihre Tiere zu finden.

"Die Konflikte mit der finnischen Holzindustrie waren hart und wir freuen uns, dass es nun eine Einigung gibt und sich unser langjähriges Engagement ausgezahlt hat", sagt Oliver Salge, Waldexperte von Greenpeace. "Für die Saami und die Umwelt ist der Vertrag von Helsinki ein riesengroßer Erfolg." Der Vertrag sichert einen seit 2005 bestehenden Stopp der Waldzerstörung jetzt rechtlich ab. Damals hatten die finnischen Behörden nach Protesten von Verlagen, Umweltschützern und der UNO das Fällen von Bäumen in einigen Gebieten der Saami vorübergehend eingestellt.

Für den deutschen Markt sind Knapp 20 Prozent des Papiers und ein Drittel der finnischen Zellstoffexporte sind für den deutschen Markt bestimmt. Zeitschriftenverlage wie Burda, Baur, Axel Springer, Spiegel oder Gruner und Jahr hatten sich wiederholt für einen Stopp der Urwaldzerstörung in Finnland eingesetzt.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Oliver Salge, Tel. 0171 - 603 55 31, und Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 040-30618 383. Fotos vom jetzt geschützten finnischen Urwald erhalten Sie unter 040-30618 377. Weitere Informationen zu Finnlands Unwäldern finden Sie auf www.greenpeace.de

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